Müncheberg (eb/gla). Grenzüberschreitende Begegnungen im Zeitalter der Digitalisierung standen im Zentrum einer deutsch-polnischen Jugendwoche im Schloss Trebnitz.

Das brandenburgische Familienministerium förderte das vom Jugendsozialverbund Strausberg organisierte Projekt mit Lottomitteln in Höhe von 6.500 Euro. Höhepunkt war ein Schlossfest am vorigen Samstag, bei dem die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein Kulturspektakel aufführten. „Jugendliche aus Deutschland und Polen sind in dieser Woche zusammengekommen, um gemeinsam zu rappen, Beiträge für digitale Medien zu produzieren oder Zirkusnummern einzustudieren“, sagte Familienministerin Diana Golze. „Sie haben Grenzen und Barrieren überwunden, um gemeinsam etwas zu gestalten. Solche Begegnungen sind praktischer Demokratie-Unterricht und für unsere Jugendlichen sehr wertvoll.“
Die Woche stand unter dem Motto „Demokratie und digitale Medien“. Jugendliche ab 14 Jahren arbeiteten in sechs Workshops von Tanz und Theater bis hin zur Graffiti-Kunst intensiv zusammen. Die Projektwoche als Format der kulturellen und politischen Jugendbildung fand in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal statt. Angesprochen waren auch Jugendliche mit Behinderungen, geflüchtete Mädchen und junge Frauen sowie Bundesfreiwillige, die ihren Dienst bei dem Träger leisten.
Zum Höhepunkt der Workshopwoche, zum Kulturspektakel, waren Eltern, Freundinnen und Freunde sowie Vertreterinnen und Vertreter der Jugendeinrichtungen eingeladen. Die Jugendlichen brachen die Quintessenz ihrer Erlebnisse, Erfahrungen und Vorhaben zur deutsch-polnischen Jugendwoche öffentlich zum Ausdruck.
Der Jugendsozialverbund Strausberg ist seit mehr als 20 Jahren partnerschaftlich mit dem polnischen Verein Art-Forum in Debno nördlich von Kostrzyn (Küstrin) verbunden und organisierte in dieser Zeit insbesondere Ferienfreizeiten für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien. In Debno wurde am Sonntag das Abschlussstück noch einmal aufgeführt. Strausberg und Debno sind bereits seit 40 Jahren Partnerstädte.