Schwerzko (hn). Hoch her ging es am 9. Februar 2018 in Ines Gaststätte, wo sich das närrische Volk am Vorabend seiner Zamperaktion zum tanzen traf.

„75 Leute haben in unserem kleinen Örtchen in die Zamperkasse eingezahlt“, freute sich Jörg Mosig, Vorsitzender der Schwerzkoer Fastnacht. „Das waren die allermeisten Einwohner.“ Unglaublich sei der Zuspruch, aber alle wollten mitmachen. So waren fast alle auch wieder dabei, als sich die bunte Truppe am Samstag um 9 Uhr in der Gaststätte traf, um auf die Piste zu gehen.
Bereits beim „antrinken“ sorgte die Kapelle für Stimmung, bevor das traditionelle Gruppenfoto geschossen werden konnte. Mit Eiern, Speck, Gurken und vielen anderen Leckereien sowie Geldzuwendungen warteten die Schwerzkoer bereits auf die bunte Zampertruppe, und fast überall gab es als kleinen Imbiss eine Spezialität des Hauses wie selbst gebratene Schnitzel und Bouletten, Soljanka oder, wie bei Familie Schubel/Lange die wohl berühmteste Käsesuppe des Landes.
Drei bis vier Stücke spielte die Kapelle in den Häusern, deren Türen den Zamperern weit geöffnet wurden. Auch in so mancher Garage und in Kellern waren kleine Büfetts aufgebaut, bestückt mit Schmalzstullen, Gewürzgurken, Quarkspitzchen, Bockwurst sowie alkoholhaltigen und alkoholfreien heißen Getränken, um von innen aufzuwärmen.
So zwischen vierzig und fünfzig Gehöfte wären zu besuchen, schätzte Jörg Mosig mit Verweis darauf, dass auch viele Jugendliche und Kinder zur Zampertour mitkommen. Doch auch von außerhalb kamen Gäste, darunter Beatrice Budras aus Ratzdorf, wo sie bereits seit mindestens zehn Jahren mitmischt, wenn es auf Tour geht. „Ich habe Familie hier“, erzählte sie, „und hatte mir schon mehrere Jahre vorgenommen, in Schwerzko mitzumachen“. Doch immer wieder kam etwas dazwischen, bis es nun diesmal klappte. Es sei schön, die Stimmung ganz toll und die Schwerzkoer haben offene Türen.