Frankfurt/Oder (eb/geh). Der FDP-Landtagskandidat Jens Dörschmann absolvierte ein Praktikum bei der Lebenshilfe Frankfurt (Oder).

Hintergrund des einwöchigen  Praktikums war es, einen besseren Einblick in den Bereich des Pflegeberufs und auch der praktizierten Teilhabe zu erhalten. Nur durch das praktische Eintauchen in die Materie sei es wirklich möglich, Lösungsmodelle zu entwickeln, die dem Personalnotstand und dem Kostendruck begegnen, so Jens Dörschmann.
Sein Praktikumseinsatz erfolgte in der Tagesstruktur und der Wohnstätte des Trägers. Dazu gehörte auch der Familienentlastende Dienst. Neben Vorlesen, Basteln und Alltagsunterstützung waren auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten und Körperpflege Bestandteil des Praktikums.
Es sei ihm auch darum gegangen, den Pflegekräften Respekt auszudrücken und zu zeigen, dass Politik nicht immer losgelöst von der tatsächlichen Bedarfslage agiere, versichert Dörschmann. „Ich halte zudem nichts von Kurzbesuchen in Einrichtungen für Fototermine“, sagt der FDP-Politiker. Das werde der jetzigen Situation im Pflegebereich und den damit verbundenden Herausforderungen auch nicht gerecht. In der Politik fehle zu häufig das tiefgründige Denken. Dörschmann spricht von Milchmädchenrechnung zur Beseitigung der Personalknappheit. „Den benötigten Pflegekräften kann man eben nicht einfach die Anzahl der in den Jobcentern und Arbeitsagenturen gemeldeten Menschen entgegensetzen. Es bedarf schon einer gewissen Grundeinstellung für die Ausübung des Pflegeberufs und diese ist nicht bei jedem Menschen gleichermaßen ausgeprägt“, meint er. Es gebe jedoch Lösungsansätze zur Verringerung des Personalnotstands. Diese würden jedoch nicht in einem Pflichtdienst für junge Menschen liegen. Vielmehr sollten Einkommen aus geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen nicht auf Sozialleistungen angerechnet werden, fordert Dörschmann.
Er resümiert: „Das Praktikum bei der Lebenshilfe Frankfurt (Oder) war in jeder Hinsicht wichtig und hat mich auch in der Thematik weitergebracht. Es ist mir daher ein großes Bedürfnis, weiter den Blick auf die Praxis zu richten und die Lebenshilfe durch eine Mitgliedschaft aktiv zu unterstützen.“ Lebenshilfe-Geschäftsführerin Regina Griebel bescheinigt dem Praktikanten: „Meine Wohnstättenleiterin war sehr begeistert von Ihrem Einsatz, dem wertschätzenden Umgang mit den Bewohnern und der Achtung und Anerkennung der Arbeit unserer Mitarbeiter.“
Die Lebenshilfe Frankfurt (Oder) tritt für Rechte und Wohlergehen von Menschen mit geistigen, psychischen, physischen oder mehrfachen Beeinträchtigungen sowie deren Angehörigen und Sorgeberechtigten ein und unterstützt sie mit ihren Leistungen. Dabei lautet das Ziel, allen Menschen Teilhabe am sozialen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben zu ermöglichen, Hilfsangebote anzubieten. So sollen Berührungsängste abgebaut und das Miteinander gefördert werden.