Frankfurt/Oder (gla). Brandenburgs Finanzminister Christian Görke besuchte die Staatsanwaltschaft.

Gemeinsam mit Justizstaatssekretär Dr. Ronald Pienkny besuchte Christian Görke in seiner Funktion als Liegenschaftsminister die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder). In dem Gespräch mit Frankfurts leitendem Oberstaatsanwalt Helmut Lange ging es vor allem um organisierte Kriminalität, Bandenkriminalität und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen den deutschen und polnischen Behörden bei der Verbrechensbekämpfung. Pro Jahr werden von der Staatsanwaltschaft in Frankfurt (Oder) ungefähr 41.000 Fälle bearbeitet, teilte der Referatsleiter des Ministeriums der Justiz Dr. Uwe Krink in einem Interview mit.
Zwischen 2007 und 2010 hat das Land das Gebäude umfassend sanieren lassen. Erbaut wurde es 1870 und wurde erstmals Gerichtsstandort. In den dreißiger Jahren wurde es im Bauhausstil umgestaltet. 1938 zog das Amts- und Landgericht in das fertiggestellte Gebäude.
1945 wurde es zerstört. Der Wiederaufbau war 1959 bis 1969 beendet, so dass Bezirks- und Amtsgericht einziehen konnten. Nach der Wende gab es erste Sanierungsmaßnahmen. 2005 zog das Gericht aus und 2007 begann die umfassende Sanierung. Dabei war es möglich, sowohl Arbeits- als auch Denkmalschutz zu berücksichtigen. Als Kompromiss wurde zum Beispiel auf Sonnenschutz verzichtet, um dem Denkmalschutz gerecht zu werden. Selbst das rote Linoleum und die grünen Türen wurden im originalgetreuen Bauhausstil wiederhergestellt.
Seit 2010 ist die Staatsanwaltschaft in dem Gebäude ansässig. „Wir sind hier im Zentrum“, sagte der leitende Oberstaatsanwalt Helmut Lange, denn er halte es für wichtig, dass Ämter in der Stadtmitte und dadurch leicht zu erreichen sind.