Märkisch-Oderland (eb/geh). Der Einladung des Kreisverbandes von Bündnis 90/Die Grünen aus Märkisch-Oderland zur Lesung von Anton Hofreiter, Fraktionsvorsitzender der Bündnisgrünen im Bundestag, waren mehr als 40 Interessierte gefolgt.


Deutlich wurde bei der Lesung aus dem Buch „Fleischfabrik Deutschland“ und der anschließenden Diskussion über die aktuelle Situation in der Landwirtschaft, dass es einen Wandel in der Landwirtschaftspolitik nur mit starken Grünen geben wird. An der Diskussion nahm auch Jan Sommer, bündnisgrüner Direktkandidat für Märkisch-Oderland und Bio-Bauer, teil.
„Statt neuer Agrarfabriken und industrieller Tiermastbetriebe benötigen wir dringend ein Umdenken und eine Umkehr in der Agrarpolitik”, so Sommer. Dies habe auch Anton Hofreiter mit seinem Buch und seinen Ausführungen noch mal verdeutlicht. Sei es bei den EU-Subventionen, dem Verbot von Ackergiften oder der Lebensmittelkennzeichnung - sowohl CDU/CSU als auch SPD hätten in der Landwirtschaftspolitik der vergangenen Jahre versagt und viel zu wenig unternommen um die Landwirtschaft an geänderte Rahmenbedingungen anzupassen. Jan Sommer meint: „EU-Subventionen werden weiterhin überwiegend nur nach Fläche verteilt”. Kriterien wie Klima-, Umwelt- oder Artenschutz würden sie leider nicht berücksichtigen. „Nach wie vor werden Gifte wie Glyphosat, die nachweislich krebserregend sind, auf unseren Äckern gespritzt. Glyphosat gefährdet Böden und Grundwasser, die menschliche Gesundheit und biologische Vielfalt, daher wollen wir den zukünftigen Einsatz dieses Giftes Stoppen”, kündigt Sommer an. Und weiter kritisiert der Bündnisgrüne, bei der Lebensmittelkennzeichnung sei Transparenz weiterhin ein Fremdwort. Stattdessen werde mit irreführenden Namen und Labels der Verbraucher getäuscht. „Wir Bündnisgrüne werden die Agrar- und Ernährungswende wieder auf die politische Agenda setzten”, verspricht Sommer. Ein „weiter-so“ dürfe es hier nicht geben. Jan Sommer: „Unser Ziel ist eine Landwirtschaft, die ohne Gifte und Massentierhaltungen gesunde und schmackhafte Lebensmittel erzeugt und unsere Lebensgrundlagen bewahrt“.