Eisenhüttenstadt (eb/gla). Bürgermeister Frank Balzer bezieht Stellung zu den jüngsten Übergriffen auf Frauen in der Stadt.

„Gewalt gegen Bürgerinnen und Bürger in Eisenhüttenstadt, insbesondere gegen Frauen, in den vergangenen Tagen und Wochen werde ich weder akzeptieren noch bagatellisieren“, teilt Bürgermeister Frank Balzer (SPD) in einer schriftlichen Erklärung mit. „Im engen Kontakt mit der zuständigen Polizeibehörde wissen wir von mittlerweile vier Vorfällen, an denen sie aktiv ermittelt. Bei einem Fall liegen Informationen vor, dass es sich um einen jungen, angetrunkenen Mann handelte, der am Himmelfahrtstag übergriffig gewesen ist.“ Der unbekannte Täter hatte in der Beeskower Straße eine Frau geschlagen und unsittlich angefasst. „Von den anderen drei Übergriffen hat die Polizei Beschreibungen der Täter und geht ihnen weiter aktiv nach“, schreibt das Stadtoberhaupt.
Balzer sorge sich um die Sicherheit und Unversehrtheit der Einwohner und stehe deshalb in engem Kontakt mit dem Leiter der Polizeiinspektion Oder-Spree Jürgen Huber, um geeignete Maßnahmen abzustimmen, versichert Eisenhüttenstadts Bürgermeister. „Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt sollen zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher leben können, auch wenn es in der heutigen Gesellschaft ein sehr ambitioniertes Ziel ist.“ Zunächst sei Wachsamkeit das Wichtigste. Wer etwas beobachtet, soll es unverzüglich der Polizei melden. Laut Polizeidirektor Huber bestehe derzeit aber kein Anlass zur Hysterie. Alles zuständige Personal und zusätzliche zivile Einsatzkräfte seien mobilisiert und die Streifentätigkeit dadurch erhöht.
Seit Wochen meldet die Polizei Angriffe auf Frauen in Eisenhüttenstadt. So wurde am 26. April 2019 eine 33-Jährige in der Nähe des Bahnhofs vergewaltigt. Die Polizei nahm einen dringend tatverdächtigen Sudanesen fest. In mehreren Fällen von sexuellen Belästigungen und unsittlichen Berührungen werden die Schuldigen immer noch gesucht. Da die meisten Täterbeschreibungen auf Migranten hindeuten, fordern der Landtagsabgeordnete Andreas Gliese (CDU) und andere Politiker ein Umdenken in der Asylpolitik.