Frankfurt/Oder (kel). Das Reformationsjubiläum im kommenden Jahr wirft seine Schatten voraus.

Frankfurt an der Oder spielt dabei eine zentrale Rolle. Hier wird im Mai die Ausstellung „Bürger, Pfarrer, Professoren – St. Marien in Frankfurt (Oder) und die Reformation in Brandenburg“ und das Jubiläumsjahr für ganz Brandenburg eröffnet.
Die Ausstellung wird einen Blick auf Frankfurt im 16. Jahrhundert werfen, erklärt die Projektleiterin Dr. Maria Deiters von der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Die Oderstadt galt damals als eine der schönsten in Brandenburg. Sie war ein Zentrum des Buchdrucks, besaß ein reiches Musikleben. Frankfurts Goldschmiede genossen hohe Anerkennung. Deiters zeigt das Bild eines über 30 Zentimeter hohen goldenen Abendmahlskelchs aus dem Jahr 1572. Er wird in der Ausstellung zu sehen sein. Frankfurts Bürgerschaft war im Mittelalter sehr wohlhabend und selbstbewusst. Epitaphien aus dieser Zeit verdeutlichen dies. Sie führten bisher ein Schattendasein. Im Rahmen des Jubiläums erhalten sie die gebührende Aufmerksamkeit. Restauratorin Dörte Busch wird daran einen wesentlichen Anteil haben. Sie restauriert die beschädigten Werke. „Gesichter und Details der Kleidung sind nun wieder zu erkennen“, freut sich die Restauratorin.
Erst ab 1539 eroberte die Reformation Stadt und Universität.