Frankfurt/Oder (geh). Nach den Vorfällen auf dem Platz gegenüber dem alten Kino verschaffte sich Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter persönlich einen Überblick über die Lage.

„Für die Sicherheit sind wir gemeinsam in der Verantwortung”, sagte Schröter vor Journalisten. Mit einer stärkeren Polizeipräsenz und regelmäßigen Kontrollen durch Leute aus dem städtischen Ordnungsamt konnte die Situation auf dem Platz am Lennépark beruhigt werden.
Der 18-jährige Syrer, der Ende Juni nach einer Ausschreitung festgenommen wurde, kam zunächst unter Auflagen wieder auf freien Fuß. Weil er nur Tage später dagegen verstoßen hatte, wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) der Haftbefehl wieder in Vollzug gesetzt, der Beschuldigte in die Justizvollzugsanstalt Wriezen gebracht.
Die Vorkommnisse im Stadtzentrum haben Verantwortliche zum Überdenken möglicher Sicherheitsmaßnahmen gebracht. Derzeit erarbeitet die Polizei Vorschläge zur Videoüberwachung, die schnellst möglich vom Innenministerium geprüft und gegebenenfalls genehmigt werden sollen. In Potsdam werde auch über so genannte Waffenverbotszonen für Brennpunkte im Land Brandenburg diskutiert. In denen hätte die Polizei die Möglichkeit, ohne konkreten Verdacht zu kontrollieren.
Die Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder) hat wegen der Vorfälle am Lennépark eine Sonderdezernentin bestimmt, die sich dieser Ereignisse intensiv annehmen wird. Diese Konzentration soll eine effektive und beschleunigte Strafverfolgung nach sich ziehen.
Oberbürgermeister René Wilke bemüht sich derzeit, zusätzliche Sozialarbeiter einsetzen zu können. Dazu laufen Gespräche mit der Landesregierung. Es gebe auch Überlegungen, auf dem freien Platz am Lennépark wieder Markttreiben zu etablieren.