Frankfurt/Oder (eb/gla). Prächtige Stimmung herrschte bei den Zuschauern in der Sporthalle Sabinusstraße. 

Über 60 Vorschulkinder aus Frankfurter Kitas und Flüchtlingskinder kämpften um Tore und Siege bei der 3. Kita-Vorschulweltmeisterschaft. Qualifiziert für das diesjährige Finale hatten sich Fußballerinnen und Fußballer der Kitas Mühlental, Hans und Hanka, Hilde Coppi und Integra, die sich mit Unterstützung ihrer Erzieherinnen sowie engagierter Eltern und Großeltern wochenlang auf dieses Ereignis vorbereiteten.
Streiks der polnischen Lehrer und Erzieher für höhere Löhne verhinderten die Teilnahme der beiden qualifizierten polnischen Kindertagesstätten. „Der Stimmung tat das aber keinen Abbruch“, teilen Marco Schulz und Christina Haufe vom Projekt „Jugend gegen Gewalt“ mit.
Frankfurt (Oder) ist deutschlandweit Vorreiter mit dieser Vorschulveranstaltung. Aber auch in Beeskow hat das Projekt „Jugend gegen Gewalt“, in diesem Jahr erstmalig, mit dem Turnier um den Oder-Spree-Pokal im Vorschulalter eine begeisternde Veranstaltung organisiert.
„Im Kitaalter unterstützt der Frühzeitigkeitsbeginn das Heranführen an die individuelle Leistungsbereitschaft und an einen Mannschaftssport mit all seinen positiven Wirkungen, entwickelt die Freude am Sport, die Gemeinsamkeit an der Bewegung mit Freunden und entwickelt das Vermögen zum fairen Kampf um den Sieg im Spiel“, so Wilfried Bremer, einer der Organisatoren. „Schon im Kitaalter sind Themen wie die Unantastbarkeit der Menschenwürde, das faire Miteinander oder die Anerkennung des Anderen, auch des Unbekannten unabdingbar und bedeutsam für die Persönlichkeitsentwicklung. In diesem Alter beginnt sich auch die Fan-Kultur zu entwickeln und da haben wir in der Bundesrepublik durchaus noch Nachholebedarf.“
Die Zuschauer sparten nicht mit spontanem Beifall bei spannenden Aktionen der kleinen Fußballspieler. Und auch der Einsatz der betreuenden Erzieherinnen, Erzieher und der Verwandten der Kinder vor, während und nach den Spielen wurde honoriert.
Wichtig war der Kontakt der Kinder verschiedener Kulturen. Am Ende siegten alle und die Aktiven nahmen stolz die Pokale, Medaillen, Urkunden als Pokalsieger, aber auch Büchergeschenke entgegen. Die Kitas freuten sich darüber hinaus über weitere Beschäftigungsmaterialien.
Die Organisatoren danken an dieser Stelle den Frankfurter Stadtwerken und der Raiffeisen Volksbank, vor allem aber auch der Brandenburgischen Sportjugend, die mit ihrem Projekt „Integration durch Sport“ auch dieses Turnier unterstützte.