Frankfurt/Oder (eb/geh). Die Partnerstädte Gorzów und Frankfurt (Oder) wollen Potenziale und Möglichkeiten zur besseren Vermarktung der regionalen Produkte in
der Euroregion Pro Europa Viadrina untersuchen.


Regionale Produkte sind mehr denn je bei den Verbrauchern gefragt. Nicht nur Lebensmittel, auch Produkte aus Handwerk und Industrie gewinnen im Zusammenspiel mit dem touristischen Angebot einer Region immer mehr an Bedeutung. Im Interesse des Umweltschutzes kaufen die Verbraucher lieber lokal als global.
Mit einem gemeinsamen Projekt unter dem Titel „Analyse und Machbarkeitsstudie zur gemeinsamen Vermarktung regionaler Produkte der Euroregion Pro Europa Viadrina in Gorzów Wielkopolski und Frankfurt (Oder)“ wollen die Städte nun enger zusammenarbeiten. Es geht dabei auch um die Bewertung von Chancen und Risiken hinsichtlich der Realisierung von zwei investiven Zukunftsprojekten zum Thema.
In Anwesenheit von Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke und des stellvertretenden Stadtpräsidenten aus Gorzów, Artur Radzinski wurde das Projekt vorige Woche vorgestellt und sich mit Experten und Interessierten über die Umsetzung ausgetauscht. „Ich freue mich sehr über das Zustandekommen dieses Projektes. Konkrete Vorhaben schaffen Vertrauen und intensivieren damit die Partnerschaft, die unsere Städte seit vierzig Jahren verbindet. Gleichzeitig stärken wir die regionalen Produzenten und Händler, befördern Investitionen, helfen Arbeitsplätze zu sichern und unterstützen die Markenbildung der regionalen Produkte“, so der Oberbürgermeister.
Gleichzeitig wird die enge Kooperation der beiden Städte noch an anderer Stelle deutlich: Zwei Wochen nach dem Brand im Dom in Gorzów hat die Stadtverwaltung Frankfurt (Oder) gemeinsam mit der evangelischen und der katholischen Gemeinde während des HanseStadtFestes eine Spendenaktion für ihre polnische Partnerstadt gestartet. Auch der Bürgermeister von Slubice, Tomasz Ciszewicz hat Unterstützung zugesagt.
Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke gab dies am Sonntagmittag auf dem Frankfurter Marktplatz im Beisein des Gorzówer Stadtpräsidenten Jacek Wójcicki bekannt. „Für uns steht außer Frage, dass wir unserer Partnerstadt Gorzów in dieser Situation helfen“, sagte Dr. Wilke. Er gab bekannt, dass die Verwaltung deshalb 10.000 Euro für die Wiederaufbaumaßnahmen zur Verfügung gestellt hat.
Bürger und Unternehmen können ihre Spenden auf folgendes Konto einzahlen: Kontoinhaber: Evangelische Kirchengemeinde Frankfurt-Lebus, IBAN: DE83 1705 5050 1101 5452 55, BIC: WELADED1LOS.