Frankfurt/Oder (gla). Die Agentur für Arbeit gab die Statistik für Juli bekannt.

„Die gute Entwicklung macht jetzt eine Sommerpause. Wir haben einen leichten Anstieg der Arbeitslosenzahlen“, sagte Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) zu Beginn der monatlichen Pressekonferenz. „Aus diesem Anstieg lässt sich keine Trendwende ablesen“, räumte Freyer ein. Im Sommer sei so etwas üblich, da um diese Zeit viele befristete Arbeitsverträge auslaufen, und junge Menschen von einem System in das andere wechseln.
Dazu zählen Studenten, die auf ihren Abschluss warten, Lehrlinge, die nicht vom Ausbildungsbetrieb übernommen werden, und deshalb Arbeitslosengeld zur Überbrückung benötigen. Etwa die Hälfte der neu arbeitslos gemeldeten sei unter 25 Jahre alt.
In Frankfurt (Oder) waren im Juli 2.570 Menschen arbeitslos. Das sind 135 mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote stieg damit auf 8,7 Prozent. Im Juni lag sie bei 8,2 Prozent. Es gibt 642 offene Stellen. „Weiterhin irritiert bin ich durch die dürre Entwicklung der Löhne“, sagte Jochem Freyer, und nannte Beispiele aus aktuellen Stelleneingängen. Demnach bieten Arbeitgeber der Region zehn Euro pro Stunde für Mechatroniker oder Bäckermeister, und nur den gesetzlichen Mindestlohn für Mangelberufe wie Uhrmacher und Tierwirt. Laut Freyer ist das „nicht nachvollziehbar, erklärt aber den Mangel. So werden wir keine Pendler zurückgewinnen.“
Frank Mahlkow vom Jobcenter erklärte es zum Schwerpunkt, „soviel wie möglich junge Menschen in Ausbildung zu bringen.“ Weiterhin sind 616 erwerbsfähige Flüchtlinge arbeitslos gemeldet. Für polnische Mitbürger werde der Slubicer Arbeitsmarkt bei Durchschnittlöhnen von 800 bis 900 Euro pro Monat immer interessanter.