Frankfurt/Oder (gla). Am Freitag, dem 17. Mai 2019 war internationaler Tag gegen Homophobie und Transphobie. Aus diesem Anlass hissten Oberbürgermeister René Wilke, Bürgermeister Claus Junghanns, die Dezernentin für Kultur, Bildung, Sport, Bürgerbeteiligung und Europa, Milena Manns und weitere Mitglieder der Stadtverwaltung um 8 Uhr morgens die Regenbogenfahne vor dem Rathaus. Erstmals musste sich die Stadt dafür keine Fahne borgen, sondern kaufte eine eigene. „Das war gar nicht so teuer“, sagte Wilke.
Der Tag gegen Homophobie und Transphobie erinnert an den 17. Mai 1990, als die Weltgesundheitsorganisation WHO beschloss, Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen. Ziel des weltweiten Aktionstags ist es, ein Zeichen für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung und Verfolgung von Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen zu setzen. Nach wie vor ist Homosexualität in Teilen der Welt strafbar. In einigen Ländern, wie Saudi-Arabien und dem Iran, werden Schwule öffentlich hingerichtet. Deutschland legalisierte Homosexualität im Jahr 1994, gleichgeschlechtliche Ehe erst im Oktober 2017.
Oberbürgermeister René Wilke: „Die Regenbogenfarben stehen in vielen Kulturkreisen stellvertretend für Hoffnung, Akzeptanz und Vielfalt. Sie symbolisieren auch die Solidarität mit der LGBT*-Community. Dass die Regenbogenfahne am Internationalen Tag gegen Homophobie und Transphobie vor dem Rathaus Frankfurt (Oder) gehisst wird, spiegelt eine klare, uns wichtige Botschaft wider: Das Verständnis fürein-ander ist ein wesentlicher Baustein einer gut funktionierenden Gemeinschaft. Es muss – überall auf dieser Welt – eine Selbstverständlichkeit sein, Liebe nicht infrage zu stellen; sich nicht für Gefühle rechtfertigen zu müssen; Lebensentscheidungen individuell und frei von Verurteilung und Sanktionen treffen zu können.“