Frankfurt/Oder (kel). Karl Ludwig von Klitzing erhält in diesem Jahr die Leopoldmedaille des Frankfurter Rotary Clubs.

„Für seinen Mut 1989 und sein bürgerliches Engagement“, so Präsident Bernhard Schuster. Unvergessen ist seine Rede am 1. November 1989. Auszüge daraus befinden sich auf der Treppe am Brunnenplatz.
Die Medaille wird zum neunten Mal vergeben. An „Persönlichkeiten, die sich um Frankfurt verdient gemacht haben“. Freiwillig ohne finanzielle Vorteile. Vorbild und Namensgeber ist Leopold von Braunschweig– Wolfenbüttel. Er war preußischer General in Frankfurt (Oder). „Leopold glaubte an das Gute im Menschen“, sagt Schuster. Leopold von Braunschweig-Wolfenbüttel gründete eine Regimentsschule. Seine Soldaten halfen regelmäßig der Bevölkerung beim Oderhochwasser. Als Leopold selber helfen wollte, kenterte sein Boot und er ertrank.
Markus Derling, Kämmerer der Stadtverwaltung Frankfurt (Oder), bewundert an Dr. Karl Ludwig von Klitzing besonders, „dass er nicht nur die friedliche Revolution 89 organisierte, sondern auch anschließend beim Durchsetzen der Demokratie half“. So erinnerte Markus Derling auch an jene Zeit, in der sich Karl Ludwig von Klitzing als Stadtverordneter engagierte.
„Eigentlich müssten ja viele von uns ausgezeichnet werden“, erklärt sichtlich gerührt und bescheiden Karl Ludwig von Klitzing in seiner Dankesrede.
Im Jahre 1989 sah von Klitzing die Chance, aktiv mitzugestalten. Da waren die Möglichkeiten zur Veränderung. Klitzing wirkte beim „Neuen Forum“ mit, hielt dann seine so unvergessene Rede vor Tausenden von Frankfurtern und Frankfurterinnen. Klitzing, 1942 geboren, wirkt heute als niedergelassener Arzt in der Oder-Stadt.