Frankfurt/Oder (gla). An der Lichtenberger Straße entsteht ein Verkehrsgarten.

Die neue Anlage können Frankfurter Schulen ab 2019 zur Verkehrserziehung nutzen. Termine für die Fahrradprüfungen der vierten Klassen sind bereits gebucht. Am Mittwoch eröffnete Mario Primas vom bbw Bildungszentrum Ostbrandenburg den Verkehrsgarten gemeinsam mit Vertretern der Schulen, der Stadt, des Jobcenters und der Polizei. Der stellvertretende Leiter des Jobcenters Armin Müller und Frank Frisch vom Dezernat Wirtschaftsförderung der Stadt schnitten das symbolische Band durch. Kinder der Kita Kunterbunt probierten als erste die bereitgestellten Fahrräder und Tretroller aus.
In der Zeit von Februar 2017 bis Januar 2018 wurden in Zusammenarbeit mit dem ADAC und der Fahrradstaffel der Polizei verschiedene Modelle eines Verkehrsgartens entwickelt. Der beste Vorschlag wurde ausgewählt und prämiert.
Das Jugendvermittlungsteam des Jobcenters unterstützte das Projekt mit einer Arbeitsgelegenheitsmaßnahme (AGH). Dabei hilft das Jobcenter schwer vermittelbaren Arbeitslosen unter 25 Jahren bei der Eingliederung in den Arbeitsmarkt durch das Schaffen gemeinnütziger Beschäftigungsmöglichkeiten. Die Jugendlichen erhalten dafür eine Mehraufwandsentschädigung von 1,50 Euro pro Stunde. 14 junge Arbeitslose sind an dem Verkehrsgarten beteiligt.
Bis zur Fertigstellung der neuen Einrichtung stellte der ADAC einen mobilen Verkehrsgarten in Form eines Anhängers zur Verfügung. Das bbw führte die Fahrradprüfungen an den Schulen auf eigene Kosten durch, da die Stadt Frankfurt (Oder) keine Zuschüsse zur Finanzierung von Verkehrserziehung mehr gibt. Den festen Verkehrsgarten unterstützte die Stadt allerdings durch „Bereitstellung der Fläche und des Sozialtraktes sowie finanzielle Unterstützung bei dessen Ausbau“, teilt Mario Primas mit.
Für den theoretischen Teil der Fahrradprüfung ist auf dem ehemaligen Sportplatz „ein sehr helles Gebäude entstanden, das vor einem Jahr noch eine komplette Ruine war“, freut sich Mario Primas. Im kommenden Jahr möchte das bbw über das Teilhabechancengesetz zwei Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose schaffen. Dadurch wäre der Verkehrsgarten von Montag bis Freitag besetzt.