Frankfurt/Oder (eb/geh). Die Aktion „Fridays for Future“ ist nun auch in Ostbrandenburg angekommen.

Die 7. Klasse der Freien Waldorfschule Frankfurt (Oder) startete schon vor ein paar Wochen eine Aktion gegen den Klimawandel. Jetzt möchten die Schülerinnen und Schüler eine Demonstration in Frankfurt (Oder) veranstalten.
Bibiane Buckler hat ihrer Klasse erzählt, dass sie etwas gegen die globale Klimaerwärmung unternehmen möchte. Daraufhin schlossen sich Schüler mit der „Grünen Jugend“ zusammen und machten einen Plan. In der Schule wurden Plakate mit Sprüchen wie „Autofrei gesund dabei“ und „Früher war der Fisch in der Verpackung, heute ist die Verpackung im Fisch“ gebastelt und um Hilfe von Lehrern, Schülern und Eltern gebeten. Klassenlehrerin Petra Günther war sofort im Boot. Die Mädels und Jungs möchten auch andere Schulen einladen. Die Demonstration, die „Frankfurt for Future“ heißt, wird am Freitag, dem 3. Mai 2019 um 10 Uhr stattfinden. Treffpunkt ist am Bahnhof.
Die Schülerinnen und Schüler der Waldorfschule laden alle Interessierten herzlich ein, mit zu demonstrieren.
Mit ihren seit Monaten andauernden Demonstrationen in ganz Deutschland wollen Schülerinnen und Schüler die Verantwortlichen für die Gefahr des Klimawandels sensibilisieren. Vor zwei Wochen formulierten sie öffemtlich ihre Forderungen an die Politik, um das Pariser Abkommen und das 1,5°C-Ziel einzuhalten:     Nettonull 2035 erreichen, Kohleausstieg bis 2030, 100 Prozent erneuerbare Energieversorgung bis 2035.
Mehrere Politiker bezichtigen die jungen Leute, die immer freitags während der Schulzeit demonstrieren, des Schwänzens. Daraus entstandene Fehlzeiten sollen nun bundesweit verfolgt werden. Auf diesen Vorstoß der Kultusministerien reagierte nun Georg Gauger, Vorsitzender des AStA an der Europa-Universität Viadrina: „Einer ganzen Generation soll der Mund verboten werden. Die Demonstrierenden beweisen Haltung. Und engagierte junge Leute mit Haltung sind bei uns, in der Studierendenschaft der Europa-Universität, mehr als willkommen.“ Auf seine Anfrage hin teilte das Zulassungsamt der Viadrina jetzt mit:  „Für die Zulassung und Einschreibung an der Europa-Universität Viadrina ist die Hochschulzugangsberechtigung (Abiturzeugnis) entscheidend.“ Das Augenmerk liege nicht auf Fehltagen, weder entschuldigt, noch unentschuldigt. „Wir freuen uns auf alle, die hinterfragen, kritisieren und innovieren, denn nur so kann es Fortschritte in der Wissenschaft geben. Jede Universität, Fachhochschule und jedes Ausbildungsunternehmen kann und sollte stolz darauf sein, mutige und zukunftsorientierte junge Erwachsene zu begrüßen, die auf die Straße gehen und für ihre Zukunft kämpfen“, so Gesche Andert, Referentin für Hochschulpolitik Außen und Städtepolitik.
In einer Pressemitteilung weist der AStA ausdrücklich darauf hin, dass er inhaltlich keine Stellung zu den „Fridays for Future“-Demonstrationen beziehe.