Frankfurt/Oder (eb/gla). Das Friedensnetz ruft zum Ostermarsch auf.

Am Ostersonntag, 1. April 2018, rufen die im Friedensnetz Frankfurt (Oder) verbundenen Personen, Organisationen, Vereine, Verbände und Parteien alle Bürgerinnen und Bürger zur Teilnahme am Ostermarsch auf. Er beginnt um 14 Uhr am Kriege-Denkmal auf dem Carthausplatz und führt über den Anger, die Gartenstraße, Logenstraße und  Karl-Marx-Straße zum Karl-Ritter-Platz und über die Friedenskirche und Oderpromenade zur Friedensglocke.
Das Friedensnetz fordert in seinem Aufruf die Abkehr der Bundesregierung von ihrer „bisherigen Aufrüstungs- und Kriegspolitik“. Spannungen müssten abgebaut und Vertrauen aufgebaut werden. Die Organisatoren äußern ihre Besorgnis über die wachsende Kriegsgefahr und  den offenen und versteckten Sozialabbau. Weil Kriege die Fluchtursachen sind, fordert das Friedensnetz, die Kriegsursachen zu bekämpfen, den Waffenexport zu stoppen und Flüchtlingen die notwendige Hilfe zukommen zu lassen.
Frankfurt (Oder) gehörte bis 2010 zu den über 500 Mitgliedern der weltweiten Anti-Atomwaffen-Aktion Mayors for Peace (Bürgermeister für den Frieden). „Der neue Oberbürgermeister wird aufgefordert, die Mitgliedschaft zu erneuern, um mit dieser Verpflichtung zu dokumentieren, dass unsere Stadt für atomare Abrüstung eintritt“, teilt Reinhard Schülzke vom Friedensnetz mit. „Unsere Forderungen bleiben zivile Konfliktbearbeitung, Interessenausgleich und umfassende humanitäre Hilfe.“
Der Ostermarschprotest, der gleichzeitig in über sechzig deutschen Städten und Orten stattfindet, will eine Stimme der überwiegenden Mehrheit der Menschen sein, dass es keinerlei Rechtfertigungen für Kriege, Unterdrückung und Menschenrechtsverletzungen gibt und dass alles für eine friedlichere und gerechtere Welt getan werden muss.