Frankfurt/Oder (eb/geh). Der IHP-Wissenschaftler Lukasz Lopacinski wird mit dem Max-Grünebaum-Preis ausgezeichnet.

Wie können große Datenmengen schneller übertragen werden? Mit dieser Frage befasst sich der IHP-Wissenschaftler Lukasz Lopacinski. Der junge Forscher arbeitet seit drei Jahren an Themen der drahtlosen Ultrahochgeschwindigkeitskommunikation für den mobilen Internetzugriff. Im Rahmen des Joint Labs, einer Kooperation zwischen dem IHP - Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg, verfasste er dazu seine Doktorarbeit. Dafür wird er nun mit dem Max-Grünebaum-Preis ausgezeichnet.
„Ich beschäftigte mich mit der Optimierung von Funktionen der Sicherungsschicht, die für die Fehlerkorrektur bei der Übertragung relevant sind, um die Zuverlässigkeit der Datenübertrag bei extrem schnellen drahtlosen Verbindungen von über 100 Gigabit pro Sekunde zu erhöhen“, beschreibt Lukasz Lopacinski seine Arbeit im Rahmen des durch die DFG geförderten End2End100-Projektes. Sein Fokus liegt dabei auf der extrem schnellen und energieeffizienten Korrektur von Übertragungsfehlern. „Die drahtlose Ultrahochgeschwindigkeitskommunikation ist ein sehr aktuelles Forschungsthema und der Motor für neue und herausfordernde Internet-Anwendungen. Die Verteilung von hochaufgelösten Multimedia-Daten, wie beispielsweise die Übertragung von 8k-Videos ist eine der datenratenhungrigsten Anwendungen, die echte Multi-Gigabit-Streams benötigen“, erläutert Prof. Dr. Rolf Kraemer, der das DFG Schwerpunktprogramm SPP1655 „Wireless 100 Gb/s and beyond“ deutschlandweit koordiniert und zugleich Doktorvater für Lukasz Lopacinski war.
Die offizielle Zeremonie zur Verleihung des Max-Grünebaum-Preises findet am 8. Oktober 2017 um 11 Uhr im Staatstheater Cottbus statt.
Max Grünebaum war Kommerzienrat in Cottbus. Die Enkel des Tuchfabrikanten gründeten im Jahr 1997 die Max-Grünebaum-Stiftung. Seither wird auch der gleichnamige Preis an junge Talente des Staatstheaters Cottbus und der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg vergeben. Er ist mit 5.000 Euro dotiert.