Frankfurt/Oder (gla). Zum Ausklang des Reformationsjahrs zogen die Stadt und die evangelische Kirche Bilanz.

„Ein interessantes und veranstaltungsreiches Reformationsjahr geht zu Ende“, sagte Vera Kubler, Pressereferentin des Rathauses während einer Pressekonferenz in der Sakristei der Marienkirche. Sie dankte dem Kultureigenbetrieb, der Sparkasse Oder-Spree und dem Museum Viadrina für die Zusammenarbeit.
Oberbürgermeister Dr. Martin Wilke schloss sich dem an, und begrüßte besonders die Restaurierung der Epitaphien und des Altars der Marienkirche, der in der Gertraudkirche aufgebaut wurde. Die insgesamt 105 Veranstaltungen und Projekte des Reformationsjahrs hatten 66.000 Besucher angelockt. Gäste aus ganz Europa und aus Israel waren beteiligt. Zu Luthers Zeiten galt Frankfurt anfänglich als Anti-Wittenberg, wo Johann Tetzel seine Gegenthesen formulierte. „Relativ schnell hat auch das Land Brandenburg erkannt, dass man umschwenken muss“, sagte Dr. Wilke. „Passiert ja immer wieder mal.“
Frankfurts Kulturdezernent Markus Derling sagte mit Blick in die Zukunft: „Das erste was bleibt ist die Erfahrung, dass es sich lohnt, bestimmte Themen zu fokussieren“. Während der Organisation des Reformationsjahrs wurden Netzwerke geknüpft, auf die bei späteren Themen zurückgegriffen werden kann. Weitere Ergebnisse, die bleiben, sind Ausstellungselemente wie die lebendigen Portraits in der Sakristei der Marienkirche, das Altargesprenge, der Tetzelkasten und die freigelegten Wandgemälde.
„Frankfurt hat eine großartige Geschichte, das sage ich als stolze Frankfurterin, und die wollen wir fortschreiben“, fasste die geschäftsführende Pfarrerin der evangelischen Gemeinde Beatrix Forck zusammen.