Eisenhüttenstadt (hn). Zu einem Vortrag über die Pflege von Zimmerpflanzen in der dunklen Jahreszeit hatte das Stadtteilbüro „offis“ eingeladen.

Die neue offis-Leiterin Nadine Müller begrüßte dazu Sigrid Schulz-Eckert, seit einem Jahr Leiterin des Gartenmarktes bei TOOM Eisenhüttenstadt. Die Expertin hatte viele Tipps parat und nahm sich ausreichend Zeit für die Beantwortung der Gästefragen.
Prinzipiell können Pflanzen an jedem Fenster überwintern, wobei die Scheiben von den Blättern nicht berührt werden sollten, weil sie kühler sind als die Umgebungsluft. Bezüglich der Temperaturen gibt es von Pflanze zu Pflanze unterschiedliche Anforderungen. Generell sollten die Töpfe nicht direkt auf einem Boden mit Fußbodenheizung stehen, sondern ein paar Zentimeter darüber.
Je nach Lichtbedarf brauchen Zimmerpflanzen Standorte, die diesem entgegen kommen, so etwa in der Diele, im Wohnbereich oder auch an sonnenbeschienenen Fenstern. Das Schlafzimmer hält Schulz-Eckert für einen nicht besonders guten Standort, sofern die Temperaturen darin unter 16 Grad abfallen, etwa bei geöffnetem Fenster.
Ein anderer Teil des Vortrags beschäftigte sich mit Übertöpfen. Deren Durchmesser sollte etwa eine Daumenbreite größer sein als der Pflanzentopf, damit eine gute Luftzirkulation stattfinden kann.
Für die Bewässerung der Pflanze gebe es heutzutage Lösungen, womit Zeiten von bis zu zwei Wochen erreicht werden können, ohne dass der Nachbar während eines Urlaubs zum Gießen in Anspruch genommen werden muss.
Für die Pflege der Pflanze empfahl die Leiterin des Gartenmarktes, die Blätter hin und wieder mit einem Blattpflegetuch zu behandeln, um sie von Staub zu befreien. Alleiniges Absprühen ist in der Regel nicht intensiv genug, sollte aber nach der mechanischen Reinigung erfolgen, um die Luftfeuchtigkeit zu regulieren. Ebenso wird empfohlen, die Düngung zu reduzieren. Statt alle zwei Wochen im Sommer, sollten nur alle drei bis vier Wochen Düngemittel zugeführt werden.