Eisenhüttenstadt (hn). Die Eisenhüttenstädter Gebäudewirtschaft GmbH (GeWi) stellte ihr neues Domizil im Handwerkerhof vor.

In ihrem Grußwort gab Bürgermeisterin Dagmar Püschel ihrer Freude über das große Interesse der Bürger an diesem Tag der offenen Tür Ausdruck. „Dieses Haus ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden“, so die Bürgermeisterin, „und so toll sah es noch nie aus“. Architekt Sirko Hellwig vom Ingenieurbüro Hoch- und Tiefbau, dem nachgesagt wird, er hätte nur geniale Gestaltungsideen, attestierte allen Beteiligten eine sehr gute Zusammenarbeit, so dass ein Werk gelingen konnte, das nun sowohl denkmalsgerecht als auch modern erscheint. Ging das Ganze etwas holperig los, wurde dann innerhalb von drei Monaten das Konzept erstellt, wobei die Aufgabenstellung zugleich die erste Herausforderung war. Nach einem von Oliver Funke nächtens erstellten Plan sollte das Projekt umgesetzt werden. „Nachdem dieser Platz lange Zeit ein Schattendasein führte“, so Hellwig, „ist er nun zu seiner ursprünglichen Bestimmung zurück geführt worden“. Es sei nicht nur ein großes Glück, dass die GeWi in dieses Objekt eingezogen ist, sondern auch wieder Gewerbe im Sinne des Handwerkerhofes. Wer die Gelegenheit nutzen wollte, konnte am Tisch von Tilo Schönherr noch letzte Exemplare der von ihm produzierten Eisenhüttenstadt-Filme kaufen.
Bauleiterin Grit Beyer berichtete über die ausgeführten Arbeiten, darunter die Installation von 40 Arbeitsplätzen, zumeist in Einzelbüros, vielen Beratungsräumen und dem Kundenservice im Foyer. Darüber hinaus entstanden sechs Arbeitsplätze für die Tochterunternehmen und Räume für Gewerbe.
Insgesamt arbeiteten 32 örtliche und regionale Bauunternehmen zwischen Frankfurt (Oder) und Guben an diesem Objekt. Ihnen dankte die Bauleiterin für die zuverlässige Arbeit, die in der Kürze der Bauzeit geleistet wurde. Dabei entstanden 5.300 Quadratmeter Nutzungsfläche in drei Etagen. Zwei neu eingebaute Personenaufzüge sollen gewährleisten, dass alle Besucher problemlos die Büros und Gewerberäume erreichen können. Besonders fallen der futuristische Vorbau und das Licht durchflutete Foyer mit seiner Grünwand und Tageslichtspots ins Auge.
Während der Arbeiten war es notwendig, 890 Tonnen Bauschutt zu entsorgen, 234 Quadratmeter Dach neu zu decken und 210 Rollen Tapete an die Wände zu bringen. 36 Kilometer Elektro- und Datenkabel ziehen sich nun durch die Wände, ergänzt von 4,5 Kilometer Heizungs- und Sanitärrohren. Für Besucher stehen auf dem Platz vor dem Handwerkerhof und in der Straße des 8. Mai Parkplätze zur Verfügung.