Eisenhüttenstadt (hn). So gut wie ein Menschenleben ist es her, dass ein größenwahnsinniger Diktator, sein Volk missbrauchend, auszog, um die Welt in Chaos, Tod und Verderben zu stürzen.

Nun jährte sich am 1. September zum 77. Mal der Tag des Überfalls auf Polen, mit dem Ziel den Deutschen mehr „Lebensraum“ zu schaffen, die slawischen Polen zu billigen Arbeitskräften abzurichten und die Juden auszurotten. Unsägliches, millionenfaches Leid kam über die Menschen, auch die deutschen, bis die Alliierten dem Spuk nach fünfeinhalb Jahren ein Ende bereiteten.
In Eisenhüttenstadt wird jedes Jahr am 1. September vor dem Obelisken auf dem Platz des Friedens an das Grauenvolle erinnert, das noch immer nicht aus dieser Welt verbannt ist. Auch in diesem Jahr richtete Mechthild Tschierschky aus dem Eisenhüttenstädter Friedenshaus das Wort an jene, die mit Blumen in den Händen gekommen waren, um, wie Gleichdenkende in vielen anderen Orten, zu fordern, dass sich solches nicht wiederholen darf.
„Wir haben diesen Tag zu einem Kampftag für den Frieden gemacht“, so Tschierschky, „der 1. September führt uns zusammen mit Blumen und Liedern und Händeschütteln, mit Gesprächen und Erinnern.“
Was können oder müssen wir tun, dass Frieden bleibt und wird, wie verhalten wir uns jenen gegenüber, die vor unseren Mauern stehen und um Einlass bitten? Wie treten wir zum Beispiel den Syrern gegenüber? Aber auch aus Albanien, dem Kosovo, Afghanistan, Mazedonien, Eritrea und Pakistan kommen Menschen, die Schutz suchen, auch vor Waffen, die aus Deutschland an islamistische Gruppen geliefert werden.
Unterdessen mache sich die Einsicht breit: Besser ist es, die  Fluchtursachen zu bekämpfen.