Eisenhüttenstadt (hn). An drei Orten wurde die Ausstellung „Schlaglichter“ eröffnet.

Im dkw Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus, im Dokumentationszentrum Alltagskultur der DDR und im Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) sind Werke von Künstlern der DDR zu sehen. Die Ausstellung wurde durch die finanzielle Unterstützung der Ostdeutschen Sparkassenstiftung sowie der Sparkassen Spree-Neiße und Oder-Spree möglich gemacht.
Die Exponate wurden während einer umfassenden Sichtung der Kunstdepots in Beeskow, Cottbus und Frankfurt (Oder) ausgewählt und zu einer Exposition zusammen gestellt, wie sie bisher noch niemals zu sehen war. Einer Zeitschiene bezüglich des Erwerbs der Exponate durch die Sammlungen in Cottbus und Frankfurt (Oder) folgend, wurden in Fünf-Jahres-Schritten Werke ausgewählt, die über die gesamte Zeitlinie der Existenz der DDR einen Einblick in die Entwicklung der DDR-Kunst geben. Etwas schwieriger war die Auswahl der Kunstwerke in der Sammlung der Burg Beeskow, denn die 15.300 dort gelagerten Ausstellungsstücke wurden in den 90er Jahren innerhalb eines kurzen Zeitraumes, als, wie Kurator Herbert Schirmer es ausdrückte, „Museen in einer Art Spätscham DDR-Kunstwerke los werden wollten“, erworben. Eine wichtige Rolle spielt in diesem Zusammenhang der Schmähbegriff „Auftragskunst“, der suggeriert, die sozialistischen Künstler hätten sich vollständig der Politik unterwerfen müssen, um an Aufträge zu kommen.
Auftragskunst gab es in jeder Epoche, sagt Ulrike Kremeier, Direktorin des dkw. Die Künstler lebten davon, dass sie Auftragswerke schufen. Blickend auf die heutigen Verhältnisse ist festzustellen, dass lediglich fünf Prozent der Künstler von ihrer Arbeit leben können, und jeder froh ist, einen Auftrag zu erhalten.