Wulkow (eb/geh). Die Mitglieder der Wulkower Vereine und Parknutzer wenden sich mit einer gemeinsamen Erklärung an Entscheidungsträger im Landkreis Märkisch-Oderland.

Sie wollen vor allem die Kreistagsabgeordneten, Landrat Gernot Schmidt, Amtsdirektor Heiko Friedemann, Bürgermeister Peter Heinl und die Stadtverordneten ansprechen. Im Namen der Vereinsvorstände und der Elternvertretung der Kita „Grashüpfer” unterzeichneten Martin Merk vom Ökospeicher e.V., Heidi Kascherus vom Verein „Die Wulkower”, Sebastian Witt als Elternvertreter der Kita „Grashüpfer“ und Dietmar Prescher vom Märkischen Angelverein, Gruppe Schönfließ-Wulkow am Dienstag, dem 24. April 2018 folgende Erklärung:
„Seit Monaten versperren uns Bauzäune und Verbotsschilder den Zugang zum Wulkower Park. Die Verwaltung hat diese Sperrung mit Sturmschäden begründet und mit ihren Schwierigkeiten, diese zu beseitigen. Schlimmer noch: Es sei unklar, wann die nötigen Pflegearbeiten stattfinden können, erklärt der Amtsdirektor auf eine Anfrage des Wulkower Ortsvorstehers, und ob dafür überhaupt Geld bereit stünde. Nach dieser Logik aber könnten die Zäune noch über Jahre stehen bleiben. Eine solche passive Haltung wollen und werden wir als Wulkower Bürger und als Nutzer des Parks nicht hinnehmen. Wir verstehen nicht, dass im Amtsbereich zahlreiche Wald- und Wanderwege uneingeschränkt nutzbar sind, der Wulkower Park aber geschlossen sein muss. Diese Sperrung hat erhebliche Konsequenzen: Die Naturkita „Grashüpfer“ kann ohne Parkzugang ihr Bildungskonzept nicht umsetzen. Das jährliche Parkfest, Höhepunkt des Dorflebens, kann so nicht mehr stattfinden. Der von Wulkower Bürgern ehrenamtlich gepflegte Kräutergarten verwildert. Im Ökospeicher geplante Seminare werden stark behindert. Die Angler haben keinen Zugang zu ihrer Angelstelle. Die Ufo-Feriengäste kommen nur über eine unbeleuchtete Straße ohne Gehweg ins Dorf. Eine geplante Trauung unter der großen Rotbuche kann dort nicht stattfinden. Die alljährliche Kinderexkursion nach der Ökofilmtour musste am Straßenrand stattfinden. Die Hobbyfußballer haben keinen Platz zum Spielen. Die älteren Leute im Dorf haben keinen Ort zum Spazieren jenseits der Straße.
Um es klar zu sagen: Dieser Park ist für uns kein Luxus, auf den sich einfach verzichten lässt. Der Park ist der wichtigste Teil unserer Dorflandschaft. Er hat nicht nur einen kulturellen und ökologischen sondern auch einen enormen wirtschaftlichen und Erholungswert. Wir erwarten von den Verantwortlichen in der Verwaltung, dass sie umgehend Lösungen entwickeln, mit denen der Park zumindest teilweise oder eingeschränkt nutzbar gemacht wird - ähnlich, wie es auch für die Kriegsgräberstätte geschieht. Wir erwarten von der Gemeinde, diesen Anspruch einzufordern. Wir bitten den Landrat und die Mitglieder des Kreistags in diesem Sinne behördenübergreifend zu vermitteln”.