Frankfurt/Oder (kel). Im Kleist Forum sind die Veranstaltungen der kommenden Spielzeit vorgestellt worden.

Über 220 Kulturveranstaltungen werden in der nächsten Spielzeit im Kleist Forum, in der Konzerthalle und auf dem Messegelände angeboten. Solch eine Fülle wäre noch nie da gewesen, lobt Stefan Voss, Geschäftsführer der Messe und Veranstaltungs GmbH. Und dies, obwohl die Verantwortlichen der Stadt im laufenden Geschäftsjahr den Etat um 80.000 Euro kürzte. „Wir haben die Kürzung durch Reduzierung der Personalausgaben ausgleichen müssen“, bedauert Voss. Maßgeblichen Anteil am vielseitigen Spielplan hat der vorläufige Künstlerische Leiter Florian Vogel, der den Job auch weiter ausüben will. Sein Credo: „Die Bedürfnisse der Menschen vor Ort erfüllen“. Dies spiegelt sich in der Mischung aus Schauspiel, Oper, Operette, Musical, Ballett, Konzert, Varieté wider. Für den Besuch gibt es neben den normalen Eintrittskarten auch eine Vielzahl von Abonnementvarianten.
Bisher wurden schon reichlich davon Gebrauch gemacht, freut sich Vogel. Er gesteht, dass es ihm schwer fällt, bei der großen Anzahl hervorragender Veranstaltungen, Höhepunkte zu nennen. Auf jeden Fall gehören die Kleist-Festtage dazu. Sie beleuchten im Oktober Kleists Geistesverwandtschaft zu Shakespeare.
Der bekannte Frankfurter Schauspieler Diether Jäger und der in Kleist verliebte Schauspieler Mathieu Carriére werden dabei helfen. Außerdem wird während der Festtage der renommierte Kleist-Förderpreis vergeben. Erstmalig inszeniert das Team vom Kleist Forum in der kommenden Saison fünfmal zusammen mit Partnertheatern. Mit den Uckermärkischen Bühnen Schwedt wird zu Weihnachten eine große Revue aufgeführt. Mit dem Hans Otto Theater Potsdam wird Peter Handkes spektakuläres Stück „Die Stunde, da wir nichts voneinander wussten“ inszeniert.
Neu ist auch das Bespielen einer Bürgerbühne. Frankfurterinnen und Frankfurter können dort ihre Lebenswelt auf die Bühne bringen. Der talentierte Frankfurter Regisseur Hannes Langer leitet diese Bühne. Gespannt können  Zuschauerinnen und Zuschauer, ein Drittel kommt aus dem Frankfurter Umland, auf das Schauspiel „Don Carlos“ von Friedrich Schiller, auf das Musical „My fair Lady“ nach Bernhard Shaws Pygmalion, auf das Schauspiel „Kunst“ von Yasmina Reza, auf das Schauspiel „Terror“ von Ferdinand von Schirach bei dem die Zuschauer urteilen sollen, sein.
Ein Liederabend des Hans Otto Theaters mit Songs von Bertolt Brecht bietet die Möglichkeit, die heutige Interpretation der Lieder mit der zu DDR-Zeiten zu vergleichen. Viele Stücke wie „Mobby Dick“, „Tschick“ oder „Rotkäppchen und der Wolf“, „Frau Holle“ wurden extra für Jugendliche und Kinder ins Programm aufgenommen.
„Ob allein, mit Freunden oder der ganzen Familie: Wir haben für alle viel zu bieten“, zieht Stefan Voss das passende Fazit der Spielplanvorstellung. Sämtliche Veranstaltungen können in einem informativen und übersichtlichen Spielzeitheft nachgelesen werden, das im Kleist Forum und Partnereinrichtungen erhältlich ist. Am 17. September wird die Spielzeit mit einem Tag der offenen Tür offiziell im Kleist Forum eröffnet.