Eisenhüttenstadt (eb/geh). Zur Weihnachtszeit wünschen sich vor allem Kinder ein Tier.

Doch dieser Wunsch bringt viele Probleme mit sich, denn ein Tier lässt sich nicht so einfach wie ein Pullover oder ein Spielzeug umtauschen. Nach den Feiertagen werden viele unüberlegt gekaufte Tiere in den Tierheimen des Deutschen Tierschutzbundes abgegeben.
„Verschenken Sie daher bitte grundsätzlich keine Tiere”, lautet ein Appell auf der Hompage des Deutschen Tierschutzbundes. Denn die Anschaffung eines tierischen Mitbewohners sollte gut überlegt sein. Alle Familienmitglieder müssen einverstanden sein, sie müssen genügend Zeit für das Tier aufbringen und ihm eine artgerechte Haltung bieten können. Das sind nur einige Punkte, die vor dem Tierkauf zu überdenken sind. Gerade in der Hektik der Vorweihnachtszeit bleibt dazu keine Zeit. Und der Trubel der Feiertage ist ohnehin nicht der geeignete Zeitpunkt, ein Tier in aller Ruhe an seine neue Umgebung zu gewöhnen.
Die Expertinnen und Experten vom Deutschen Tierschutzbund empfehlen: „Lassen Sie sich genügend Zeit, bevor Sie ein Tier zu sich nehmen. Bei einem Besuch im Tierheim können Sie mögliche Fragen klären und die dortigen Tiere erst einmal kennenlernen, bevor sie vielleicht einem von ihnen ein neues Zuhause bieten. Schenken Sie niemals blind jemanden ein Tier - der Beschenkte sollte das Tier immer vorher kennen lernen”.
Einen wichtigen Fakt geben die Macherinnen und Macher von planerhund.com zu bedenken: „Wenn Allergien in der Familie bestehen, kann die Anschaffung eines Tieres noch an Heiligabend zur Katastrophe werden. Die Zeit um auszutesten, ob man auf den Hund, die Katze, das Kleintier oder welches Tier auch immer, allergisch reagiert, ist hier nicht gegeben. Den Heiligabend im Krankenhaus wegen eines schlimmen allergischen Schocks zu verbringen, ist sicher nicht das Weihnachten, welches man sich vorgestellt hat”.
Außerdem vergessen Eltern oft, dass die meiste Arbeit an ihnen selbst hängen bleibt. Auf planethund.com steht:  „Ich kann ein zehnjähriges Kind nicht mit einem großen Hund zum Spazierengehen vor die Tür schicken, hier sind die Eltern gefragt. Aber auch bei Kleintieren muss man als Eltern immer zur Seite stehen und helfen. Wenn das Kind auf einmal keine Lust mehr auf das Tier hat, so trägt man weiterhin die Verantwortung und kann nicht einfach mal das Tier abschieben. Tiere sind Lebewesen, die sich an den Menschen binden und abhängig von ihm sind.”