Frankfurt/Oder (gla). Das Eisenbahnerdenkmal am Bahnhof soll wieder eine Inschrift bekommen.

Dafür setzen sich die Ortsgruppe der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL), die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft und Nichtgewerkschaftsmitglieder ein. „Wir wollen mit unseren Bemühungen den Eigentümer unterstützen und entlasten“, teilte Michael Hofmann von der GDL-Ortsgruppe mit, „wir machen das unentgeltlich. Das Denkmal steht für die Berufsgruppe Eisenbahner, die im ersten Weltkrieg sowie in diesem Zusammenhang unmittelbar danach gefallen sind. Es steht für keine militärische Einheit“.
Die drei Säulen des Denkmals repräsentieren symbolisch die drei ehemaligen Eisenbahndirektionen, die von 1923 bis 1945 ihren Sitz in Frankfurt (Oder) hatten. Die Inschriften wurden 1948 entfernt. 2014 fand Stadtarchivar Ralf-Rüdiger Targiel durch Fotoauswertung den Wortlaut der Südinschrift heraus. Von der Nordinschrift ist bisher nur bekannt, dass sie mit „1535 Eisenbahner“ beginnt. Um sie rekonstruieren zu können, benötigt die Ortsgruppe der Gewerkschaft mehr Beweise, um sie der Denkmalbehörde vorzulegen. Anfragen bei Archiven in ganz Deutschland blieben bislang ohne Erfolg.
Aus diesem Grund wendet sich die Ortsgruppe der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer an die Leserinnen und Leser. Benötigt werden Fotos, welche die Inschrift an der Nordseite des Denkmals zeigen, oder schriftliche Aufzeichnungen, zum Beispiel in Fachzeitschriften. Die Redaktion des OderlandSpiegels wird bei Kontaktaufnahme weitervermitteln.