Berlin (gla). Das DDR Museum erweitert seine Sammlung und bittet um Hilfe.

Das Museum sucht DDR-Produkte oder Fotos, aber auch Anschaffungen aus dem Westen, die von den 100 D-Mark Begrüßungsgeld getätigt wurden. Das können Kassettenrekorder, Lederjacken, Haushaltsgeräte anderes sein.
„Unsere Sammlung ist noch lange nicht vollständig. Je vielfältiger der Sammlungsbestand ist, desto abwechslungsreicher kann das DDR Museum zukünftige Ausstellungen gestalten und desto mehr Kulturgut können wir für die Nachwelt erhalten“, teilt Sammlungsleiter Jörn Kleinhardt mit, „Erinnerungsstücke und die damit verbundenen Geschichten der Zeitzeugen sind elementar für die Bewahrung und Vermittlung von DDR-Geschichte.“
An vielen Begrüßungsgeld-Anschaffungen hängen Emotionen, da sie nicht selten mit ausschlaggebenden Veränderungen im Leben des Einzelnen in Verbindung stehen. Oft waren es lang ersehnte Dinge, die in der DDR-Zeit Mangelware oder nicht erhältlich waren. Sie haben einen hohen Aussagewert über das Alltagsleben in der DDR. Was vorher fehlte, wurde mit dem ersten Westgeld gekauft und entwickelte sich oft zum wohlbehüteten Schatz.
Fehlendes wurde in der DDR auch durch Selbstgemachtes ersetzt: Kleidung, Schmuck, Möbel oder Dekorationsartikel wurden mit Liebe und Geduld selbst hergestellt. Über die Spende solcher Einzelstücke freut sich das Museum ebenfalls. Außerdem ist es auf der Suche nach Sportkleidung, originalverpackten Lebensmitteln, Jeans und Objekten aus dem Schulalltag. Eine komplette Liste finden Interessierte auf www.ddr-museum.de. Mit der Sammlungsabteilung kann unter 030 / 84 71 37 35 oder joern.kleinhardt@ddr-museum.de Kontakt aufgenommen werden.