Frankfurt/Oder (gla). Die Eröffnung von „Art an der Grenze“ lockte viele Menschen in die Fußgängerzone.

Das deutsch-polnische Kunstfestival fand bereits zum sechsten Mal statt. Beim Graffitiwettbewerb am Samstag konnten die Besucherinnen und Besucher fünf jungen Sprayern aus Frankfurt zuschauen, und an einer Übungswand, bei einem Collage Workshop und beim Bemalen von Jutebeuteln selbst kreativ werden. Gewonnen hat das Bild von Nicolas Rindt, der hinter der Frankfurter Stadtsilhouette zwei Augen und ein Konzertpublikum auf die Leinwand brachte.
Am Sonntag fanden 75 Kunstinteressierte den Weg in die mit Kunst im öffentlichen Raum verzierte Straße. Nach einer Begrüßung von Ulrike Kremeier, Direktorin des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst, und Professor Dr. Paul Zalewski von der Europa-Universität Viadrina besichtigten die Gäste die Kunstwerke in der Straße. Dabei präsentierte Alice Bahra den Trinkbrunnen. Erika Stürmer-Alex berichtete über ihre Figuren „Lauscher“, „Waldschrat“ und „Maske“, die an den Häuserwänden zu sehen sind. Friedrich Stachat gestaltete den Platz und die Wände mit Keramikziegeln. Er überraschte das Publikum mit einem küssenden Pärchen im Boden, das Fußgängern oft verborgen bleibt. Michael Voll zeigte, wie er die Wände der Wohnhäuser dekoriert hatte. Mit Gertraude Pohl ging es in die Hinterhöfe. Sie bedauerte, dass die Bemalung der dortigen Trennwände im Laufe der Jahre verblasst ist, und hofft auf eine farbige Auffrischung. Den Abschluss machte Harald K. Schulze, der das Wandbild „Boulevardpassanten“ näher beleuchtete.
„Art an der Grenze“ wird von Frankfurtern und Studenten gemeinsam organisiert. Es fand am Mittwoch mit einem Konzert der Sängerin Marie Chain und einem Fest seinen Abschluss.