Frankfurt/Oder (gla). Die Stadt erhält 4,885 Millionen Euro Fördermittel von Bund und Land.

Vorige Woche übergab Ines Jesse, Staatssekretärin im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung insgesamt sechs Zuwendungsbescheide an Oberbürgermeister René Wilke. „Zwischen der kommunalen Familie und dem Land wirkt es immer so konfliktbehaftet“, sagte Wilke. „Mein Eindruck ist, dass wir eine gute Zusammenarbeit haben.“ Von den 4,885 Millionen Euro werden 3,5 Millionen für den Umbau der alten Bürgerschule zum neuen Standort des Stadtarchivs und für die Sanierung des Rathauses verwendet. „Gute Arbeit kann nur geleistet werden, wenn gute Arbeitsbedingungen herrschen“, so Ines Jesse. Laut Wilke ist der Schimmelbefall im Rathaus so weit fortgeschritten, dass die dritte und vierte Etage geräumt werden müssen.
Mit 685.000 Euro soll der Abriss von Wohnblöcken in Frankfurts Außenbezirken finanziert werden. René Wilke hatte zwar nach seinem Amtsantritt einen Abrissstopp verkündet, beteuert aber, bei dem geplanten „Rückbau“ handele es sich um vorher bereits genehmigte Projekte. „Rückbau bedeutet für mich Aufwertung“, verteidigte Ines Jesse die Vorhaben. „Leere Gebäude, das sieht irgendwie nicht optimal aus.“
Weitere 500.000 Euro sind für die Restaurierung des alten Kinos und des Ferdinandshofs vorgesehen. Die übrigen 200.000 fließen in das Projekt „Soziale Stadt“. Damit werden vor allem Schulstandorte saniert, zum Beispiel die Huttenschule und die Turnhalle in der Beckmannstraße.