Ostbrandenburg (eb/geh). Für über 1.100 Lehrstellen suchen die Ostbrandenburger Betriebe aktuell noch passende Azubis.

Schulabgänger und auch ältere Jahrgänge haben gute Karten, jetzt noch einen attraktiven Ausbildungsplatz zu finden. Zum Beispiel  auf der Last-Minute-Lehrstellenbörse am Donnerstag, dem 14. Juni 2018 in der Handwerkskammer Frankfurt (Oder), Spiekerstraße 11. Von 9 bis 13 Uhr können die Besucher unkompliziert mit etlichen Ausbildungsbetrieben ins Gespräch kommen, ihre Chancen ausloten und persönlich überzeugen. Um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen, dürfen aktuelle Bewerbungsunterlagen im Gepäck nicht fehlen.
Organisatoren der Börse sind die Industrie- und Handelskammer (IHK), die Handwerkskammer (HWK) und die Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder).
Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) sagt: „Über 1.100 freie Lehrstellen - das ist wie ein Elfmeter. Fachlich ist für jeden etwas dabei. Was zählt, ist die Motivation. Ich bleibe mal im Fußball-Sprech: Die Last-Minute-Lehrstellenbörse ist das ideale Spielfeld für alle, die noch vor den Ferien den Verein für die neue Saison klarmachen wollen. In der Verlängerung weiß man nie, was kommt. Also: Jetzt die Ausbildung klarmachen”. Die Berufsberatung der Arbeitsagentur stehe allen Jugendlichen bei der Lehrstellensuche zur Seite, berate zu möglichen Alternativen zum Wunschberuf und gebe wertvolle Tipps für die Bewerbung.
„Viele Handwerksunternehmen sind noch auf der Suche nach einem geeigneten Azubi”, weiß Michaela Schmidt, Abteilungsleiterin Berufsbildung der Handwerkskammer Ostbrandenburg. „Aktuell findet man in unserer Lehrstellenbörse 469 freie Ausbildungsstellen in 294 Betrieben. Einige dieser Handwerksunternehmen kommen persönlich zur Last-Minute-Lehrstellenbörse. Die passende Lehrstelle ist ganz sicher für jeden Interessierten dabei”, vermutet sie. Die Chancen, im Ausbildungsbetrieb langfristig Fuß fassen zu können, seien enorm. Bei guten Leistungen während der Ausbildung wäre eine Übernahme nach dem Gesellenbrief so gut wie garantiert.
Michael Völker, Leiter Geschäftsbereich Aus- und Weiterbildung der IHK Ostbrandenburg meint: „Viele Unternehmen in Ostbrandenburg haben noch freie Ausbildungsplätze in der IHK-Lehrstellenbörse für den diesjährigen Ausbildungsbeginn inseriert. Insbesondere im Handel, der Metallverarbeitung und auch in der Verkehrs- und Logistikbranche werden noch händeringend motivierte Ausbildungsplatzbewerber gesucht. Die Last-Minute-Börse am 14. Juni bietet Suchenden noch einmal die Chance, direkt mit Ausbildungsbetrieben ins Gespräch zu kommen. Rund 20 Unternehmen bieten mehr als 100 Ausbildungsplätze an. In den vergangenen Jahren konnten die teilnehmenden Unternehmen auf diesem Weg dreiviertel aller Ausbildungsplätze besetzen”.
Schon seit einigen Jahren wollen die jungen Menschen nach dem Schulabschluss gern in der Region bleiben. „Es gibt eine tiefe Verwurzelung”, weiß Rudolf Lange, Bereichsleiter Berufsberatung bei der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder). Mit seinem Team ist er regelmäßig in Schulen unterwegs, um Schülerinnen und Schüler ab der 7. Klasse auf die spätere Berufswahl vorzubereiten. Ein Aufgabe dabei ist es, den Jugendlichen Alternativen aufzuzeigen, falls es mit dem Traumberuf nicht klappt. „Dafür ist es jetzt höchste Eisenbahn”, meint Lange. Idealerweise haben Schulabgänger ihren Ausbildungsvertrag schon vor den Sommerferien unterschrieben.