Schernsdorf (hn). Sonniges und warmes Herbstwetter zog am Samstag viele Schernsdorferinnen und Schernsdorfer zu ihrem traditionellen Erntefest auf den Dorfanger.

Eingeladen hatten die Mitglieder des Bürgervereins. Pünktlich um 15 Uhr stellten Kameradinnen und Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr die von der Heimatgruppe gebundene Erntekrone auf und Mitglieder der Heimatgruppe Schernsdorf begannen mit dem Verkauf selbst gebackenen Kuchens. Elf Stück waren es an der Zahl, gebacken auf den großen Blechen, wie sie früher in den Backöfen verwendet wurden.
„Ich hätte nie gedacht, wie schwer es ist, auf so einem Blech den Teig anzurichten”, erzählte Gudrun Hänschen, Sprecherin der Heimatgruppe Schernsdorf. „Es ist ganz anders, als im Küchenherd zu backen.” Zur Einstimmung auf das Fest hörten die Gäste ein Erntefest-Gedicht von Gudrun Hänschen, bevor Frank Glogowski, stellvertretender Vorsitzender des Bürgervereins die Gäste begrüßte.
„Unser Erntefest hat bereits eine vieljährige Tradition”, sagte er mit Verweis darauf, dass Töpferwaren von Michaela und Juliane Stenzel zum Kauf angeboten werden, Kinder zum Malen eingeladen sind und Theo Geßner seine Techniksammlung vorstellt. Leider konnten die Müllroser Armbrust- und Bogenschützen diesmal krankheitsbedingt nicht dabei sein.
Voller Begeisterung sprach Theo Geßner von seinem Hobby, alte Technik zu restaurieren und wieder funktionsfähig zu machen. Die Traktoren und Maschinen habe er von seinem Vater übernommen, jener wiederum auch von seinem. So muss in der Familie Vererbtes auch erhalten werden, und es ist eine Freude, in unzähligen Schrauberstunden restauriertes wieder funktionieren zu sehen. Ein Cramer-Bulldog von 1937 hat es ihm dabei besonders angetan. Komplett zerlegt, Verschlissenes ersetzt, wieder zusammen gebaut und neu lackiert erstrahlte das gute Stück in neuem Glanz und ist Besuchermagnet bei Schaupflügen und Alttechniktreffen.