Ostbrandenburg (geh). Die Ergebnisse der Konjunkturumfrage durch die Handwerkskammer Frankfurt (Oder) sind vorige Woche vorgestellt worden.

„Wir nähern uns einer DDR-Statistik an”, so Uwe Hoppe, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Frankfurt (Oder). Er will damit zum Ausdruck bringen, dass das Konjunkturhoch in Frankfurt (Oder) sowie den Landkreisen Oder-Spree und Märkisch-Oderland anhält und die Zahlen hervorragend sind. Wer die spontane Idee habe, ein Haus bauen und Weihnachten einziehen zu wollen, dem sei gesagt: „Vorbei”, wird Hoppe deutlicher. Die Handwerker gingen davon aus, dass sich daran in nächster Zeit auch nichts ändert. Im Durchschnitt müssten Bauherren 10,8 Wochen warten, bis die Firmen Zeit für neue Aufträge haben.
Zwar haben von den 11.697 in der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) organisierte Betriebe nur 302 an der Umfrage teilgenommen. Trotzdem seien die Ergebnisse repräsentativ, versichert Hoppe. Die Geschäftslage wurde insgesamt noch nie so positiv beurteilt. 92 Prozent der Befragten und damit nochmals 5 Prozent mehr als im Frühjahr 2017 bezeichneten ihre Geschäftslage mindestens als zufriedenstellend, darunter 62 Prozent mit guten Nennungen. Der Indikator für die Geschäftslage - der Saldo aus positiven und negativen Bewertungen - hat sich in allen Handwerksbereichen gegenüber dem Vorjahr verbessert. Besonders gut laufen die Geschäfte in den Bau- und Ausbauhandwerken.
Schwierig sei es laut Hoppe, Fachkräfte zu finden. Gleiches gelte für potenzielle Lehrlinge. Hoppe: „Das Handwerk in der Region ist bereit, vielen eine Chance zu geben” und dem Problem der mangelnden Ausbildungsreife zu begegnen.