Eisenhüttenstadt (hn). Das Kommunale Netzwerk für Qualitätsmanagement in der Kindertagesbetreuung erteilte den kommunalen Einrichtungen gute Noten für ihre Arbeit.

Dazu wurden im Vorfeld Eltern, Kinder, Erzieherinnen und Erzieher zum Alltag in den Einrichtungen, dem Umgang miteinander und vielem mehr befragt. „Es ist alles super hier“, „die Erzieherinnen sind ganz schön streng, aber sie spielen mit uns und machen Spaß“ und „manchmal könnten sie etwas ruhiger bleiben“ äußerte sich der Kindermund, der ja sprichwortgemäß die Wahrheit kund tut.
Die Gesamtzufriedenheit bei den Eltern liege bei 96 Prozent, die der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sogar bei 98 Prozent, was besonders Projektkoordinatorin Eva Schmidtpeter freut. Seit über zehn Jahren beteiligt sich die Stadt am Qualitätsmanagement und ist damit eine der Gründungskommunen. Ursprünglich alle drei, nun alle vier Jahre endet ein Turnus der Qualitätsuntersuchung. Nun erhielten Kindergärten und Horte ihre Zertifikate, die ihnen eine gute Arbeit in der Kinderbetreuung bescheinigen. Dabei werden Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt. Diese wiederum sind Arbeitsgrundlage für die nächsten vier Jahre. „Das Zertifikat beinhaltet ganz konkret eine Note, die von den Äußerungen der Kinder, Eltern und Mitarbeiter abhängt“, erklärte Schmidtpeter, „aber auch unsere Beobachtungen gehen darin ein.“ Ganz wichtig sei dabei die Einschätzung des Umgangs zwischen Kindern und Fachkräften. Respektvoll und wertschätzend müsse dieser sein, unter Einbeziehung von Bildungsfragen. Kinder äußern sich dabei sehr gut und sicher darüber, ob sie sich in der Einrichtung wohl fühlen, ob sie in Kummersituationen oder Konflikten unterstützt werden und Spaß mit den Betreuerinnen und Betreuern haben. Dies sei eine Voraussetzung für Freude am Lernen.
Erzieherinnen und Erziehern wird genau über die Schulter gesehen und ihre Fähigkeit im Umgang mit Konflikten, auch unter ungünstigen oder schwierigen Bedingungen, beurteilt. Eine gute Resonanz findet das Qualitätsmanagement auch bei den Eltern, von denen viele daran mitarbeiten. So kann zum Beispiel Beschwerden schnell nachgegangen und die Lösung von Problemen herbei geführt werden.
„Wir sind immer ganz begeistert, dass Kommunen sich so engagieren“, sagte Eva Schmidtpeter, „das wird zwar vom Gesetz verlangt, und das, was Eisenhüttenstadt hierbei macht, ist ganz vorbildlich, wofür wir ganz dankbar sind.“