Schernsdorf. Hunderte Menschen nahmen jetzt Abschied von dem im Dienst getöteten Polizisten Torsten Paul.

Von Jürgen Pahn


Ein Meer von Uniformen erstreckte sich am 17. März über den Friedhof in Schernsdorf. Mehrere hundert Polizisten, Dorfbewohner, Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr, Freunde und Bekannte nahmen zusammen mit der Familie von Torsten Paul, ihrem „Pauli” Abschied. Er war einer der zwei am 28. Februar bei Oegeln getöteten Polizisten. Ministerpräsident Dietmar Woidke, Innenminister Karl-Heinz Schröter, Polizeipräsident Hans-Jürgen Mörke und Landrat Rolf Lindemann kamen in das Schlaubetaldorf, um Torsten Paul in einer bewegenden Trauerzeremonie die letzte Ehre zu erweisen.
Betroffenheit stand in die Gesichter derer geschrieben, die sich in einem langen Defilee von einem Menschen verabschiedeten, der noch viele Pläne hatte, der sich in der Ortsfeuerwehr engagierte, immer ein offenes Ohr für andere hatte und sich auf seinen 50. Geburtstag freute. Der dann urplötzlich gestorben ist, zusammen mit seinem Kollegen Torsten Krautz, im Dienst, in Ausübung ihrer Pflicht, als Helden.
Wie mögen die letzten Sekunden ihres Lebens gewesen sein, stellt sich die Frage. Mussten sie sehr leiden oder ging alles ganz schnell? Und wie werden sie über ihren Tod hinaus wirken, in allem? Wie kann die Erinnerung bewahrt werden. Vielleicht als Name einer Straße eines Kindergartens oder einer Schule. Oder wie treten die Menschen beim nächsten Mal einem Polizisten gegenüber? Mit dem gebührenden Respekt oder mit Ablehnung, weil sie wieder mal geblitzt wurden? Würden die beiden Polizisten nicht am meisten geehrt, wenn alle einander Respekt und Achtung erweisen, sich kulturvoll und menschlich begegnen, miteinander statt gegeneinander sind?