Frankfurt/Oder. Termine, Termine, Termine - darum wird sich in den kommenden zwei Jahren mein Leben drehen. Denn vorigen Montag begann mein Redaktions-Volontariat.

Von David Fischer

„Eine tolle Chance”, dachte ich, als mir Redaktionsleiterin Katja Gehring und Verlagsleiter Mathias Ewest nach einer Probewoche das Volontariat anboten. Ich hab noch nicht mal die Bachelorarbeit fertig und darf trotzdem schon voll ins Berufsleben starten.
Für mich durchaus nachvollziehbar. Immerhin hatte ich mich schon in der Probewoche bewährt. Ausgestattet mit Schreibzeug, Kamera und Diktiergerät durfte ich allein zu einem Presse-Termin. „Und bring gute Fotos mit”, spukte mir Katjas Bitte während der Veranstaltung immer im Kopf rum. Aber wie? Wo? Von was? Dafür gab es keine Anweisungen. Weil ich weiß, dass beim „Der OderlandSpiegel” learning by doing favorisiert wird, war ich mir sicher, dass sie mich nicht killen, wenn es beim ersten Mal nicht klappt. Selbst die haben mal angefangen. Meine Befürchtungen waren am Ende auch total unbegründet. Denn von meinen 30 Bildern schaffte es eins in die Zeitung. So kann es weiter gehen.
Gleich am Montag - dem ersten Tag meines Volontariats - ging es mit Georg zur Pressekonferenz in die Uni. Unabhängig voneinander machten wir uns Notizen. Natürlich hatte Georg viel mehr im Block als ich. „Das wird schon”, beruhigte Katja mich. Übrigens: Das Du haben die beiden mir ganz schnell angeboten.
Nachdem die Technik an meinem Arbeitsplatz endlich funktionierte, wurde ich mit Aufgaben bombardiert: Schreib mal den Polizeibericht. Mach daraus mal einen Einspalter. Geh mal Kaffee kochen - nein, das war ein Spaß. Das Team hier ist wirklich locker drauf. Nicht nur in der Redaktion.
Katja und Georg sind mir auch nicht böse, wenn ich regelmäßig die Textmodule zerschieße. Die hab ich gefressen. Nach einer Woche. Tausend Linien für Überschriften, Dachzeilen oder Rahmen. Ein Gefummel, das nicht zu meinen Stärken zählt. Worauf hab ich mich da nur eingelassen?
Aber egal. Ich bin ja nicht allein. Irgendwann kommen die beiden immer von ihren Raucherpausen zurück. Dann helfen sie mir. Mal sehen, wie lange noch...
Auf jeden Fall werde ich in den nächsten zwei Jahren viel lernen, neuen Menschen aus allen möglichen Branchen die Hände schütteln, viiiele Artikel schreiben und wieder vergessen, dass bereits die nächsten anstehen. Es hätte mich auch schlechter treffen können, oder?