Ostbrandenburg (geh). Für 470 Bauarbeiter aus Frankfurt (Oder) gibt es mehr Lohn.

„Extra-Schippe Kies auf dem Bau”, heißt es in einer aktuellen Pressemitteilung der IG Bau Oderland. Gemeint ist damit das Lohn-Plus von 6,6 Prozent, über das sich auf dem Bau Tätige rückwirkend zum Mai dieses Jahres freuen können. Laut Gewerkschaft komme ein gelernter Maurer oder Straßenbauer nun auf einen Stundenlohn von 19,35 Euro. Am Monatsende seien das 209 Euro mehr als bisher.
„Bauarbeiter sollten bei der Juni-Abrechnung, die bis Mitte Juli im Briefkasten ist, genau hinschauen. Spätestens jetzt muss das Lohn-Plus draufstehen. Und wer für den Mai noch keine Erhöhung bekommen hat, der erhält im Juli ein doppeltes Plus - nämlich für den Mai und den Juni“, so Astrid Gehrke.
Die Bezirksvorsitzende der IG Bau Oderland spricht von einem „riesigen Schritt“ für Tausende Beschäftigte in der Region: „Die Bauwirtschaft erlebt einen Boom. Die Auftragsbücher sind voll. Viele Firmen kommen mit dem Bauen kaum hinterher. Jetzt erhalten auch die einen fairen Anteil, die täglich auf dem Gerüst die Knochen hinhalten“.
Das Lohn-Plus ist das Ergebnis der letzten Tarifrunde zwischen IG Bau und Arbeitgebern. Die Verhandlungen standen mehrfach kurz vor dem Scheitern - und die Branche vor einem Streik. Am Ende kam es zur Schlichtung.
Bereits im nächsten Jahr steht eine weitere Lohnerhöhung für Bauarbeiter an. Zudem gibt es eine Einmalzahlung von 250 Euro. Bis zum Jahr 2020 wird schrittweise ein bundesweites 13. Monatseinkommen eingeführt. Azubis bekommen in jedem Ausbildungsjahr 60 Euro mehr pro Monat. Auch ein Fahrkostenzuschuss zur Berufsschule ist unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Gehrke: „Für Schulabgänger in Frankfurt  wird eine Ausbildung auf dem Bau damit viel attraktiver”.