Ostbrandenburg (eb/gla). Der Anteil ausländischer Auszubildender in den Ostbrandenburger Betrieben wächst.

Im vergangenen Jahr waren laut Informationen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Ostbrandenburg von den knapp 3.700 Berufseinsteigern 206 mit ausländischen Wurzeln. Das sind 20 mehr als im Jahr 2017.
„Vor dem Hintergrund der Fachkräftesicherung, globaler Märkte, Jugendarbeitslosigkeit in Europa und Flüchtlingsbewegungen gehen wir von immer mehr Azubis aus, die ursprünglich nicht aus Deutschland stammen“, sagt Michael Völker, IHK-Geschäftsbereichsleiter für Aus- und Weiterbildung. „Wir müssen jetzt die Voraussetzungen schaffen, diese jungen Menschen gut auszubilden und in den Arbeitsmarkt zu integrieren.“
Ein Türöffner in Ausbildung und Beschäftigung ist die „Einstiegsqualifizierung mit IHK-Zertifikat“. So können Jugendliche in sechs bis zwölf Monaten einen Beruf, einen Betrieb und das Berufsleben kennenlernen.
Zu den Basisfähigkeiten für eine solide duale Berufsausbildung gehören die Sprachkenntnisse. Defizite jeglicher Art müssen frühzeitig erkannt und ausgeglichen werden. Darauf müssen die „ausbildungsbegleitenden Hilfen“ schärfer ausgerichtet werden. Mehr Informationen gibt es im Internet auf der Website ihk-obb.de/ausbildhilfe.
Von den insgesamt 206 ausländischen Auszubildenden wird bei 77 ein Fluchthintergrund vermutet. Die meisten der nichtdeutschen Auszubilden stammen mit 39 Personen aus dem Nachbarland Polen.
Die Industrie- und Handelskammer Ostbrandenburg ist die größte Interessenvertretung der Wirtschaft zwischen Schwedt und Eisenhüttenstadt, zwischen Berlin und der Oder.