Frankfurt/Oder (geh). Im Hellweg mussten die Anwohner vorige Woche mit einem sehr kurzfristig anberaumten Parkverbot leben.

„Ich glaube, die wollen bei uns im Hellweg auch die Bäume fällen“, mutmaßte eine Anwohnerin am Telefon. Sie hatte vorige Woche im OderlandSpiegel von den Ungereimtheiten bei den Baumfällungen in der Rathenaustraße gelesen und machte sich nun Sorgen, dass die schattenspendenen Kolosse im Hellweg auch weichen müssen. Anders konnte sie sich das Aufstellen der Parkverbotsschilder nicht erklären. Das war am Montagnachmittag. Und die veränderte Regelung schien ab sofort zu gelten. Das ist besonders ärgerlich - für Anwohner und Gewerbetreibende. Denn freie Parkplätze sind im Bereich August-Bebel-Straße/Rathenaustraße/Hellweg Mangelware.
Kurze Zeit später hatte die Anwohnerin dann herausgefunden, dass in Höhe der August-Bebel-Straße 89 der Bürgersteig repa-riert wird. Am Mittwoch teilte sie mit, dass die Bauarbeiter dicke Wurzelteile auf einen Kleintransporter geladen haben. Bei einem Vor-Ort-Termin stellte sich heraus, dass bei den Arbeiten tatsächlich die Wurzel gekappt wurden - und das ziemlich dicht am Baumstamm.
Eine Medienanfrage an die Stadtverwaltung blieb erfolglos. Pressesprecher Uwe Meier sah sich nicht in der Lage, innerhalb von zwei Tagen herauszufinden, weshalb das Parkverbot generell und im Speziellen so kurzfristig anbe-raumt wurde.
Die Anwohnerin vermutet dennoch, dass die Stadverwaltung aktiv wurde. Denn nachdem die Schilder schon zwei Tage standen, wurden sie am Mittwoch um den Vermerk „ab 6. 3. 2019“ ergänzt.