Eisenhüttenstadt (hn/geh). Zur ersten Veranstaltung „Mobil bis ins Alter” hatten die Verantwortlichen vom Stadtteilbüro offis am Dienstag, dem 23. Januar 2018  eingeladen.

Moderator Gerhard Scheinert hatte im voll besetzten Seminarraum wieder viele Hinweise für die älteren Verkehrsteilnehmer parat, damit sie sicher durch den Winter kommen. Dazu gehörten nicht nur Tipps für das Fahren, sondern auch Informationen über Veränderungen im Straßenverkehrsrecht, die seit dem 1. Januar 2018 verbindlich sind.
Doch bevor die Theorie begann, stand eine praktische Übung auf dem Programm: Wie ist Starthilfe zu leisten, wenn bei einem Auto die Batterie streikt? Zur Demonstration hatte er zwei Batterieboxen und die erforderlichen Starthilfekabel mitgebracht. In welcher Reihenfolge müssen die Kabel wo angeschlossen werden? Die Gäste waren gefragt.
Nach einiger Diskussion wussten alle: Das rote Pluskabel wird erst beim Spender, dann beim Empfänger an den Pluspol der Batterie angeschlossen. Danach kommt das schwarze Minuskabel an den Minuspol der Spenderbatterie und die  Fahrzeugmasse des Empfängerfahrzeugs. Nun wird zuerst der Motor des Spenderautos, dann der Motor des Empfängerautos gestartet und die Kabel in umgekehrter Reihenfolge des Anbringens wieder gelöst. Der Fahrer des Empfängerautos sollte nun alle Verbraucher einschalten, um der Lichtmaschine ein Maximum an Leistung abzufordern, damit seine Batterie schnell geladen wird. Beim Notstart von Dieselfahrzeugen sollte darüber hinaus darauf geachtet werden, dass diese in Abhängigkeit vom Hubraum gegebenenfalls einen höheren Kabelquerschnitt brauchen.
Im Weiteren ging es um veränderte Regelungen für Radfahrer an Kreuzungen, um eine neue Höchstgeschwindigkeit für Quad-Fahrer und um die Einrichtung von 30 km/h-Zonen in Ortschaften. War deren Einrichtung bisher den Kommunen überlassen, gibt es nun eine Pflicht dafür vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen. Für Fahrer motorgetriebener Rollstühle besteht eine Anschnallpflicht und neue Winterreifen benötigen künftig das Schneeflockensymbol, wobei bisher genutzt Winterreifen (M+S) noch bis 2024 zugelassen sind, sofern ihre Betriebsparameter eingehalten werden.
Geändert wurden auch die Vorschriften für die Abgasuntersuchung. Diese muss ab 2019 im Realbetrieb erfolgen, und dass dies teurer wird, dürfte wohl niemanden verwundert haben. Fahrer von Dieselfahrzeugen müssen künftig mit zeitweiligen Fahrverboten in Großstädten rechnen und die Käufer von Neuwagen sollten darauf achten, dass diese über ein Notbremssystem und eine Radfahrererkennung verfügen.
Neue Anforderungen werden auch an die Fahrlehrer gestellt. Die Ausbildung zum Führerschein soll intensiver darauf ausgerichtet werden, die Anwärter in der Verkehrswahrnehmung zu trainieren und das Handy am Ohr wird für Kraftfahrer und für Radfahrer spürbar teurer.
Weitere Verkehrsteilnehmerschulungen im offis finden am 27. Februar, 27. März, 24. April und 29. Mai jeweils um 16 Uhr im Stadtteilbüro offis am Busbahnhof statt.
Schon am Dienstag, dem 6. Februar 2018 ab 16 Uhr geht es im offis mit dem Thema „Energie sparen - Kosten senken“ weiter. Es gibt Informationen darüber, wo im Haushalt am meisten Strom verbraucht wird und wie Energie gespart werden kann. in jedem Haushalt gibt es „Stromfresser“, die den Bewohnern heimlich das Geld aus der Tasche ziehen. Wer sie erkennt und drosselt, kann der nächsten Stromrechnung gelassener entgegensehen. Während des Info-Nachmittags mit dem Beratungsteam vom Verein Bumerang e.V. können Interessierte einen virtuellen Stromspar-Rundgang durch ihre Wohnung machen. Ob Haushaltsgeräte, Computer im Arbeitszimmer oder Unterhaltungselektronik im Wohnzimmer: Sparen lässt sich überall. Und das hilft nicht nur dem Geldbeutel, sondern auch der Umwelt.
Für Rückfragen und Anmeldung steht das offis-Team unter der Rufnummer 0 33 64-28 08 40 zur Verfügung.