Neutrebbin (eb/geh). Im Schulzentrum sollen Vorurteile abgebaut werden.

„Überall im Leben gibt es Hürden, die überwunden oder umgangen werden wollen. Und es sind viele Hürden zwischen den Leuten hier und denen auf der anderen Seite der Oder. Sie sind vielfältiger Natur, so gibt es sprachliche, bürokratische, rechtliche Hürden und natürlich diese alten Vorurteile, bei denen viele nicht mehr so genau wissen, wie diese überhaupt entstanden sind. Das Problem mit den Vorurteilen ist, dass diese größer werden, wenn nichts dagegen unternommen wird. Es gibt den Spruch: Es gibt keine Probleme, nur Aufgaben”, schreibt Jens Nagler vom Schulzentrum Neutrebbin.
Die Schüler und Lehrer dort haben sich die Aufgabe gestellt, diese Vorurteile abzubauen. Zu diesem Zweck arbeiten die Lehrkräfte eng mit der Partnerschule in Bogdaniec zusammen, um verschiedene Treffen zwischen den Schülern zu ermöglichen. Neben dem Sportfest, dem Kräuterfest, dem gemeinsamen Landtagsbesuch und der Projektwoche wird jedes Jahr ein gemeinsames deutsch-polnisches Team für die First LEGO-League, einen internationalen Wettkampf im Programmieren von LEGO Mind-storms, gestellt. In diesem Jahr ist auch eine Schule im polnischen Cedynia dabei.
Die Schüler sollen die Möglichkeit bekommen, für den Wettkampf trainieren zu können. Da die vier Termine, an denen sich das Team trifft, nicht ausreichen, muss auch jede Schule selbst üben können. Zu diesem Zweck ist eine Delegation der LEGO-AG Neutrebbin mit der stellvertretenden Amtsleiterin Sylvia Borkert sowie dem Amtsausschussvorsitzenden Rudolf Schlothauer im Oktober nach Cedynia gefahren, um einen Bausatz zu übergeben. Nach einem kurzen, aber herzlichen Empfang sind die Gäste in das gerade stattfindende Fest „pasowanie na ucznia“ - Gelöbnis auf das Lernen in der Schule - eingebunden worden und genossen das hervorragend vorbereitete Programm der Schulanfänger, trotz sprachlicher Hürde.
Nach dem Festakt fand der Austausch von Geschenken und Smalltalk mit der Bürgermeisterin und der Schulleitung für die Erwachsenen statt, während die Schüler versuchten, sich zu verständigen. Jens Nagler: „Es war eine schöne Gelegenheit um Hürden ab- und Freundschaften aufzubauen beziehungsweise zu festigen”. Ein Dankschön richtet er an Helmut Kirchner, der immer gern mit seiner Kamera dabei war.