Frankfurt/Oder (gla). Der Arbeitsmarkt hat sich im Juni kaum verändert.

„Der Seitwärtstrend der letzten Wochen hat sich fortgesetzt“, sagte Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) bei der monatlichen Pressekonferenz. „Dass die Unternehmen wieder deutlich mehr freie Stellen gemeldet haben als im Mai, zeugt von einer robusten Auftragslage. Dennoch konnten weniger Menschen als noch vor einem Jahr einen neuen Job finden und es wurden etwas mehr entlassen.“ Im Sommer erwartet er den für die Ferienzeit üblichen Anstieg der Arbeitslosigkeit.
Die aktuelle Arbeitslosenquote liegt in Frankfurt (Oder) bei 7,8 Prozent. 2.294 Menschen sind in der Stadt arbeitslos gemeldet, 63 weniger als im Vormonat und 141 weniger als vor einem Jahr. 631 Arbeitslose betreut die Agentur, 1.663 das Jobcenter. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist ungefähr 50 Prozent niedriger als vor fünf Jahren. „Da sind wir sehr stolz darauf“, sagte der Geschäftsführer des Frankfurter Jobcenters Frank Mahlkow bei der Pressekonferenz. Mahlkow weist auf ein neues Zusatzangebot für Arbeitslose hin: „Unter jobcenter.digital können sie erstmals online ihren Weiterbewilligungsantrag stellen oder Veränderungen mitteilen, beispielsweise, wenn sie eine Arbeit gefunden haben oder sich die Miete geändert hat.“
Die gemeinsame Kampagne der Arbeitsagentur, Handwerkskammer, Industrie- und Handelskammer „Pendeln klaut Zeit und Energie“ zeigt erste Ergebnisse. 161 Pendler aus Ostbrandenburg meldeten sich über die Website fachkraefte-ostbrandenburg.de. 14 davon konnten eine neue Arbeit in der Region finden. Als großes Hindernis nannten viele Menschen die niedrigen Löhne in berlinfernen Teilen des Landkreises. Bewerber kritisierten auch, dass einige Arbeitgeber weder Eingangsbestätigungen noch Absagen verschicken und Nachfragen ignorieren.