Frankfurt/Oder (geh). In der vorigen Stadtverordnetenversammlung wurde Markus Derling verabschiedet.

Nach 16 Jahren verlässt Markus Derling nun die Führungsriege der Stadtverwaltung. Oberbürgermeister René Wilke nutzte das Podium in der Stadtverordnetenversammlung, um dem bisherigen Beigeordneten seinen Dank zu zollen. Wilke sprach Derling Eigenschaften zu, die auch dessen Kritiker bewundern. Dazu gehören Geradlinigkeit, Plausibilität in seinem Handeln und die Fähigkeit, Entscheidungen zu treffen, wo andere zögern. Markus Derling habe stets im Feuer gestanden, was seinen Aufgabenbereichen geschuldet war. Der Oberbürgermeister sagte, dieses Ausmaß der öffentlichen Be- und Verurteilung sei eine Last. „Dafür schulden wir Markus Derling Dank”. Die Stadtverordneten schlossen sich dieser Feststellung und lautem Beifall an.
Besonders beeindruckt zeigte René Wilke sich davon, dass Markus Derling „bis zum letzten Tag, bis zur letzten Stunde, bis zur letzten Minute sein Amt wahrgenommen hat, als wenn morgen ein neuer Arbeitstag beginnt”. Markus Derling habe sich wirklich in den Dienst der Stadt gestellt. Selbst, wenn es unangenehm wurde.
Auch Ulrich Junghanns verabschiedete sich am Mikrofon von seinem CDU-Kollegen. Er war es, der Derling vor 16 Jahren nach Frankfurt (Oder) geholt hatte. Willens- und gestaltungsstark habe Derling immer als stabilisierender Faktor in der Kommunalpolitik gestanden. Als Dankeschön spendierten die Mitglieder des CDU-Kreisverbands ihm und seiner Ehefrau einen Aufenthalt der Allianz-Arena, wenn am 5. August 2018 Bayern München gegen Manchester United spielt.
Markus Derling erzählte, dass er seit seiner Kindheit Bayern-Fan ist. „Ich bin doch ziemlich bewegt”, gestand er in seiner wahrscheinlich letzten Rede vor der Frankfurter Stadtverordnetenversammlung. Für ihn persönlich sei es die richtige Entscheidung gewesen, nach Frankfurt (Oder) zu gehen. Seine Tätigkeit in der Stadtverwaltung von Frankfurt (Oder) habe ihn stets erfüllt.