Eisenhüttenstadt (hn). Nachdem in den vergangenen Wochen das Gelände hinter der Gelben Villa in der Beeskower Straße beräumt und für die neue Bebauung aufbereitet wurde, begann kürzlich der Abriss.

Das historische Gebäude muss der neuen Feuerwache weichen. Kritiker des Abrisses hätten gern dessen Weiternutzung als Feuerwehrzentrale und Sozialgebäude gesehen, aber es wurde anders entschieden.
Zum Verlauf und Stand der Arbeiten erklärt Michael Reichl, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung: „Bis auf das Verwaltungsgebäude sind alle anderen - Wirtschaftsgebäude, Doppelgarage und Werkstattgebäude - abgebrochen und zu 95 Prozent entsorgt.“ Die Entkernungsarbeiten des Verwaltungsgebäudes waren im Dezember 2018 abgeschlossen, so dass am 25. Januar 2019 der Abriss der Gelben Villa erfolgen konnte und gegenwärtig an der Trennung und anschließenden Entsorgung des Abrissmaterials sowie der Vorbereitung des Rückbaus der Flächenbefestigung, die noch im Februar erfolgen soll, gearbeitet wird.
Bezüglich des Eingangsportals sagt Reichl, dass versucht wurde, dieses zu erhalten. Aber während der Abrissarbeiten traten Probleme auf. Das aus Beton bestehende Gesims ist mit dem Mauerwerk verklebt, und die mürben Ornamente lassen sich beim Versuch, sie zu trennen nicht lösen, ohne in Einzelteile zu zerfallen.
Die Abrissarbeiten, um die sich eine Firma aus Rietz-Neuendorf kümmert, kosteten inklusive Planung und Bauüberwachung 225.000 Euro. Das beauftragte Unternehmen ist auch für die umweltgemäße Entsorgung der Abfälle verantwortlich, darunter das Verwaltungsgebäude mit 3.500 Quadratmeter pro umbautem Raum und zirka 1.300 Tonnen Entsorgung unterschiedlicher Abfälle sowie die Nebengebäude - Wirtschaftsgebäude, Doppelgarage, Werkstattgebäude - mit 2.600 Quadratmeter pro umbautem Raum und etwa 1.000 Tonnen Entsorgung unterschiedlicher Abfälle.
Das bisherige Abbruchmaterial aus den Nebengebäuden war unbelastet und wird auf dem Recyclingplatz in Eisenhüttenstadt zur Weiterverarbeitung aufbereitet. Das Material des Verwaltungsgebäudes wird nach der Sortierung beprobt und entsprechend der Belastung entsorgt.