Ostbrandenburg (geh). Die Zahl der Arbeitslosen ist auch im Juni weiter gesunken.

„Bei allen Herausforderungen überwiegt die Freude, dass die Arbeitslosenquote in Ostbrandenburg erstmals unter sieben Prozent liegt”, so Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder). Er spricht von einem Meilenstein. „Das ist ein Wert, den wir früher nur aus Baden-Württemberg und Bayern kannten.”
Im gesamten Agenturbezirk belief sich die Quote auf 6,9 Prozent, im Stadtgebiet von Frankfurt (Oder) auf 8,8 Prozent. Damit waren im Juni 2.612 Menschen arbeitslos. Das waren 42 mehr als im Mai, aber 316 weniger als noch vor einem Jahr. Dieser leichte Zugang sei typisch für die Monate Juni und Juli.  Schulabgänger, die Beendigung von Ausbildungen und auch Flüchtlinge ließen die Zahl ansteigen. „Dieser Zugang ist aber keine Wolke am Horizont”, schätzt Freyer ein.
Jetzt müssen die Leute in Arbeitsagentur und Jobcenter mit denen arbeiten, die noch arbeitslos sind. Dazu zählen vor allem Jugendliche und Langzeitarbeitslose. „Menschen, die schon seit Längerem nicht mehr am regulären Erwerbsleben teilnehmen, benötigen eine sehr intensive und individuelle Betreuung”, sagte Frank Mahlkow, Geschäftsführer vom Frankfurter Jobcenter während einer Pressekonferenz. „Manche hat der Mut verlassen, jemals wieder eine Chance am ersten Arbeitsmarkt zu erhalten.” An dieser Situation werde beispielsweise im Rahmen des Projekts „Integrationsbegleiter” gearbeitet. Auch das neu aufgelegte Instrument „Grundkompetenzen” soll helfen. Langzeitarbeitslose erhalten darin Auffrischungen in Mathematik und Deutsch. Dieser Kurs geht über mehrere Monate. Im Jobcenter stehen in diesem Jahr für Qualifizierungen 5 Millionen Euro zur Verfügung.