Frankfurt/Oder (gla). Das Breitbandbüro des Bundes schickte sein Infomobil an die Oder.

Die Informationskampagne „Unterwegs für Deutschlands digitale Zukunft“ begann am 19. Februar 2017 in Bayern. Das Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Deutsche Industrie- und Handelskammertag organisieren sie gemeinsam. Seitdem hat das Infomobil, ein umgebauter Wohnwagen, ungefähr 68.000 Kilometer zurückgelegt und an über 200 Standorten Beratungsveranstaltungen durchgeführt, erzählt Fahrer Andreas Silberbach.
Zweck der Reise ist es, über Fördermöglichkeiten und Technologien für den Breitbandausbau, Glasfaserkabel und Digitalisierung zu informieren. „Wir tragen das Know-How in die Fläche und beraten die Kommunen über digitale Anwendungen“, fasst Hartmut Leske, technischer Leiter des Breitbandbüros des Bundes zusammen. „Wir beraten auch juristisch, zum Beispiel über die Pflichten der kommunalen Seite für die Mitverlegung.“
Jens Jankowsky, Referent für Innovation, Technologie und Energie bei der Industrie- und Handelskammer von Ostbrandenburg zeigte sich bezüglich des Breitbandausbaus für Frankfurt zuversichtlich. „Die Stadt Frankfurt (Oder) hat schon einen Zuwendungsbescheid vom Bund gekriegt“, sagt er. Jens Jankowsky und Hartmut Leske lernten sich im November 2017 in Berlin kennen. Dort schlug der Referent vor, das Infomobil solle Ostbrandenburg besuchen. Das geringe Interesse der Kommunen enttäuschte die Organisatoren etwas. Während Frankfurts Oberbürgermeister René Wilke, Wirtschaftsreferent Mario Quast und einige weitere Vertreter ostbrandenburgischer Städte, Kreise und Gemeinden die Informationsveranstaltungen besuchten, blieben viele andere weg. Ein Beratungstag in Fürstenwalde wurde abgesagt.