Frankfurt/Oder (gla). Seit voriger Woche ist die neue Version der Website „Odercity“ online.

Die Internetplattform wird von der Frankfurter Messe und Veranstaltungs GmbH betrieben. Ihr Projektleiter Andy Volmer gab zusammen mit Entwickler Sami Hokkanen von der Giraffe Werbeagentur und Programmierer René Bliss von der blissmedia UG eine Pressekonferenz im Hansesaal des Bolfrashauses. Sami Hokkanen hofft, mit dem Internetauftritt der Abwanderung nach Berlin und der Verarmung der Frankfurter Innenstadt entgegenzuwirken. Die Website wird ansässigen Firmen und Vereinen eine Plattform geben, für eine einmalige Gebühr von 150 Euro Werbung zu machen. Sie soll „informativ, attraktiv und funktional“ sein und wöchentlich aktualisiert werden. Sobald das Datum einer Veranstaltung abgelaufen ist, würde diese durch eine neue ersetzt werden.
Nach der Präsentation stand Sami Hokkanen den anwesenden Journalisten Rede und Antwort. Den Namen „Odercity“ erklärte Sami Hokkanen damit, dass Frankfurt (Oder) aufgrund des Zusatzes in Klammern ein problematischer Begriff für einen Markennamen sei. Wer entschieden hatte, das Wort „City“?zu verwenden, das eher mit Großstädten in Verbindung gebracht wird, konnte Sami Hokkanen nur vermuten und wollte Andy Volmer nicht sagen.
Projektleiter Andy Volmer äußerte sich sogar dann nicht, wenn er namentlich angesprochen wurde. Der im Saal anwesende Geschäftsführer der Messe und Veranstaltungs GmbH Stefan Voss reagierte empfindlich auf die Fragen, warum andere Stadtteile ausgeschlossen werden, ob öffentliche Gelder für die kommerzielle Website verwendet werden, und ob es auch Pläne für eine polnischsprachige Version gäbe. Er warf den Journalisten vor, das Projekt zu „zerreden“, statt ihm eine Chance zu geben.