Ostbrandenburg (geh). Die Zahl der Arbeitslosen in der Region ist im September wieder leicht zurückgegangen.

„Der Arbeitsmarkt ist gut erholt aus den Ferienmonaten gekommen und bereitet sich auf die Herbstbelebung vor”, hat Jochem Freyer, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Frankfurt (Oder) die Situation während der monatlichen Pressekonferenz beschrieben. Seit 1990 seien die Zahlen in Ostbrandenburg noch nie so gering gewesen. Freyer: „Sie sind sogar niedriger als 2016, was ja auch schon gut lief”. Selbst die Zahlungen an Kurzarbeitergeld, die es auch in guten Zeiten immer gäbe, befänden sich „auf ganz, ganz niedrigem Niveau”. Gleiches gelte für Insolvenzen.
Die Arbeitslosigkeit hat sich im Geschäftsstellenbezirk Frankfurt (Oder) von August auf September um 135 auf 2.552 Menschen verringert. Das waren 387 Arbeitslose weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen betrug im September 2017 nur 8,6 Prozent. Vor einem Jahr standen noch 9,8 Prozent zu Buche.
Dabei meldeten sich in der Oderstadt mit all ihren Ortsteilen 609 Männer und Frauen neu oder erneut arbeitslos - 24 weniger als im September 2016. Gleichzeitig beendeten 746 Leute ihre Arbeitslosigkeit. Seit Jahresbeginn gab es hier insgesamt 5.648 Arbeitslosmeldungen. Das ist ein Minus von 523 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dem gegenüber stehen 5.860 Abmeldungen von Arbeitslosen. Agenturchef Jochem Freyer prognostiziert, dass sich der positive Trend im Oktober fortsetzen werde.
Zur jüngsten Bundestagswahl sagte Jochem Freyer: „Ein Ergebnis in dieser Art habe ich nicht erwartet”. Im Bereich der Arbeitsagentur werde es sicherlich Facetten einer Neuorientierung geben. Freyer: „Ich bin gespannt, aber gelassen gespannt”.