Frankfurt/Oder (gla). Mit einem Presserundgang und Empfang eröffneten Kleist-Museum, Kleist Forum und Kulturbüro das Fontanejahr.

Der Stadtführer und frühere Bibliothekar Hans-Jürgen Rehfeld zeigte drei Orte, die eine historische Verbindung mit dem Schriftsteller haben. Dazu gehört die Löwen Apotheke, an deren Kauf Theodor Fontane laut eines Briefwechsels Interesse zeigte. Fontane arbeitete eine Zeitlang in der Apotheke seines Vaters in Letschin.
Der zweite Fontaneort ist das Oderufer südlich der Stadtbrücke. Im Roman „Vor dem Sturm“ beschreibt Fontane das Denkmal für Prinz Leopold von Braunschweig, das damals am Ende der Brücktorstraße stand. Eine Schiffsreise nach Schwedt, von der Fontane in den „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“ berichtet, begann auch am Frankfurter Kai.
Der dritte Ort ist das Kleist-Museum, das Prinz Leopold als Garnisonsschule für Soldatenkinder bauen ließ. „Ich finde es so wunderbar fontanisch, dass wir den Tag mit einer Wanderung begonnen haben“, fasste Direktorin Dr. Hannah Lotte Lund im Kleist-Museum zusammen. Der 1819 in Neuruppin geborene Theodor Fontane hat „wahrscheinlich wie kein anderer die Identität der Brandenburger nach innen und nach außen bestimmt“, findet Kulturdezernentin Milena Manns.
Den Auftakt des Fontanejahrs bildete eine Lesung der Schauspielerin Simone von Zglinicki. Schüler arbeiten am „Theo caching“ - eine digitalen Schnitzeljagd. Am 27. Oktober 2019 werden in der Sankt-Gertraud-Kirche 40 Leute aus dem Roman „Vor dem Sturm“ vorlesen.