Frankfurt/Oder (eb/geh). Das 7. Turnier der diesjährigen Fußballpokalserie „Jugend gegen Gewalt - für gelebte Integration” fand im Rahmen der Interkulturellen Woche in Frankfurt (Oder) statt.

Die Idee dazu hatte Majeed Behzad vom kürzlich gegründeten Verein Interkulturelle Kommunikation und Integration (IKI), Er ist selbst Kriegsflüchtling und fand bei Wilfried Bremer, Projektleiter von „Jugend gegen Gewalt” offene Ohren. „Majeed ist eine tolle Bereicherung bei der Umsetzung von gelebter Integration. Schon seit 2017 nimmt er regelmäßig mit seinen Asylbewerbern an unseren Integrationsmaßnahmen teil und hat mit der Gründung des Vereins IKI ein entwicklungsfähiges Fundament für erfolgreiche Integrationsarbeit gelegt”, so Bremer.
Das Turnier in der Bergstraße war wieder ein sportlicher Leckerbissen, der Teilnehmern und Zuschauern geboten wurde. Mannschaften aus Frankfurt (Oder), Neuzelle, Eisenhüttenstadt und Fürstenwalde mit Kickern aus 13 Nationen kämpften um Siege, Punkte und Tore. Es ging äußerst fair zu, trotz kämpferischem Einsatz und zum Teil großer Emotionalität. Mit den Teams „Cosmos”, „Jaran”, „Haus Einstein” und FC Motahed Talaie waren allein vier Frankfurter Mannschaften angetreten. Das Team „Jaran” setzte sich knapp gegen das Team „DRK-EAS Eisenhüttenstadt” und den FC Motahed Talaie durch.
Das Team „Alma” aus Fürstenwalde konnte ebenso wie das Gastgeber-Team „Cosmos” diesmal keine vordere Platzierung erreichen. Aber noch stehen zwei Turniere bis zum Finale in Neuzelle im Dezember 2018 aus. Bis dahin können noch alle zwölf Mannschaften der Serie 2018 um den Gesamtsieg punkten.
Während des Turniers und danach fanden zum Teil intensive Gespräche auf deutsch und auch englisch zu Fußballthemen, aber auch zu Alltagsproblemen und zum Integrationsstand der Asylbewerber statt. Wilfried Bremer dankt der Brandenburgischen Sportjugend mit ihrem Projekt „Integration durch Sport” für die Unterstützung ganz herzlich.