Frankfurt/Oder (gla). Vorige Woche wurden im überbetrieblichen Ausbildungszentrum Bauwirtschaft Lehrlinge aus ganz Brandenburg losgesprochen und erhielten ihre Gesellenbriefe.

Zu Beginn der Festveranstaltung zündeten drei Vertreter des Handwerks in der Kleidung ihrer jeweiligen Zunft zwölf Kerzen an: Vier Kerzen von einem Bäckersmann, dem Symbolberuf für leibliches Wohlergehen. Vier Kerzen von einem Zimmermann, dem Symbolberuf für ein stabiles Haus. Und vier Kerzen von einem Schornsteinfeger, dem Symbolberuf für dauerhaftes Glück. Es folgten Festreden vom Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Uwe Hoppe, Kreishandwerksmeister Peter Dietrich und anderen. Zwei Musiker untermalten die kurzen Pausen mit Saxophon und Keyboard.
Dann erhielt Friseurlehrling Mandy Koschitztki stellvertretend für die Anderen den symbolischen Ehrenschlag von Peter Dietrich. Mit der linken Hand auf der Schulter sprach er sie als Lehrling frei, und mit der rechten Hand erhob er sie in den Gesellenstand. „Gott schütze das ehrbare Handwerk“, sagte Peter Dietrich dann gemäß der Tradition.
Nun traten nacheinander die Lehrlinge der verschiedenen Gewerke nach vorn, um die Gesellenbriefe von Vertreterinnen und Vertretern ihrer jeweiligen Innung in Empfang zu nehmen. Die Dokumente waren vorher geprüft und für rechtens befunden worden.
Der Gesellenbrief ist ein Zeugnis für den erfolgreichen Abschluss der drei- bis dreieinhalbjährigen Ausbildung in einem Handwerksberuf. Am Briefkopf ist er mit der Germania, dem brandenburger Adler und dem Symbol des Handwerks verziert. Zum Abschluss der Feier wurde Sekt ausgeteilt und auf die neuen Gesellen angestoßen.